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Linkedin übernimmt Pulse

12.04.2013 | 09:00 Uhr |

Das Business-Kontakte-Netzwerk Linkedin übernimmt Pulse – den Hersteller der gleichnamigen Nachrichten-App für mobile Plattformen. Linkedin, das im deutschsprachigen Raum mit Xing konkurriert, will mit der Übernahme seine Kapazitäten als Content-Lieferant stärken.

Linkedin ist das weltweit größte Netzwerk für berufliche Kontakte mit mehr als 200 Millionen registrierten Mitgliedern. Das Business-Netzwerk hat jetzt eine vertragliche Vereinbarung über die Übernahme von Pulse unterzeichnet.

Pulse ist ein Nachrichten-Aggregator: Die Mobile-App sammelt Nachrichten aus den unterschiedlichsten Themenbereichen und von unterschiedlichsten Anbietern und bereitet diese nach dem Wunsch den Anwenders auf. Der App-Benutzer sieht dann in der Pulse-App alle gewünschten Nachrichten auf einen Blick .Pulse ist im Jahr 2010 gestartet. Die Nachrichten-App gibt es für iOS und Android. Laut Pulse hat die App mehr als 30 Millionen Nutzer in 190 Staaten. Eine Million Nutzer soll jeden Monat dazu kommen. 750 Medien stellen Inhalte für Pulse zur Verfügung.
 
Linkedin hat in letzter Zeit bereits einige Schritte unternommen, um sein Angebot breiter aufzustellen und sich nicht nur auf seine Kernkompetenzen „Business-Profile“ und „Business-Kontakte“ zu beschränken. Die am Donnerstag bekannt gegebene Übernahme von Pulse passt in dieses strategische Konzept. Linkedin entwickelt sich damit immer mehr zu einem Contentanbieter, womit es erstens mehr Nutzer anziehen kann und zweitens seinen vorhandenen Nutzern mehr Funktionen bietet und diese länger auf seiner Seite halten kann.  

Letztendlich verfolgt Linkedin damit das Ziel, zum führenden Anbieter für berufliche Veröffentlichungen zu werden. Auf Linkedin sollen sich alle Berufstätige treffen und Content lesen, diskutieren und austauschen, der in Zusammenhang mit dem Beruf und der beruflichen Netzwerkpflege steht.
 
Die Übernahme soll noch in diesem Quartal abgeschlossen werden. Linkedin zahlt rund 90 Millionen US-Dollar. Davon 90 Prozent in Aktien und zehn Prozent bar.
 

 

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