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LinkedIn-Hack: 167 Millionen Nutzerdaten gestohlen

18.05.2016 | 16:47 Uhr |

Ein Hacker bietet die Daten von 167 Millionen LinkedIn-Nutzern an. Bei 117 Millionen LinkedIn-Konten ist sogar der Passwort-Hash vorhanden.

Ein Hacker bietet auf der Dark-Market-Webseite TheRealDeal die Zugangsdaten (Benutzer-IDs, Mailadressen und vielfach auch die Passwörter) für über 167 Millionen LinkedIn-Konten an, wie die IT-Seite Motherboard berichtet. Für 117 Millionen LinkedIn-Konten sollen die Passwörter als SHA1-Hashes vorhanden sein. SHA-1 gilt mittlerweile als unsicher, die damit verschlüsselten Passwörter lassen sich vermutlich rekonstruieren. Die Daten der exakt 167.370.940 betroffenen LinkedIn-Nutzer reichen zurück bis zum Jahr 2012.

Der Hacker verlangt 5 Bitcoins, umgerechnet rund 2000 Euro, für den gestohlenen Datenschatz. Der Sicherheitsexperte Troy Hunt hat rund eine Million der angebotenen Datensätze checken können. Er hält diese für authentisch. Tipp: Auf dieser Webseite von Troy Hunt können Sie prüfen, ob Ihr Mailaccount in einer bekannten Sammlung von gestohlenen Zugangsdaten enthalten ist.

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Dass die Daten bis 2012 zurückreichen, dürfte kein Zufall sein. Damals drangen Hacker in die Server von LinkedIn ein und stahlen 6,5 Millionen Nutzernamen samt den dazu gehörigen Passwort-Hashes, die sie im Internet veröffentlichten. Sicherheitsexperten halten es für wahrscheinlich, dass der damalige Datendiebstahl noch viel größer war und nun die übrigen damals gestohlenen Zugangsdaten angeboten werden.

LinkedIn prüft derzeit den Fall. Das Business-Netzwerk will die Passwörter von betroffenen Kundenkonten abschalten und die betroffenen Kunden informieren, damit diese ein neues Passwort auswählen. Bis jetzt habe LinkedIn keine Hinweise dafür, dass es nach 2012 zu einem weiteren erfolgreichen Hackerangriff gekommen sei.

LinkedIn-Nutzer sollten unbedingt ihr Passwort ändern. Ganz besonders dann, falls Sie Ihr LinkedIn-Passwort nach 2012 noch nie geändert haben. Wie Sie ein sicheres Passwort erstellen, lesen Sie hier.

Außerdem können Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen. In diesem Artikel erklären wir, wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung funktioniert.


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