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Facebook wehrt sich gegen Wurmangriff

11.08.2008 | 16:31 Uhr |

Um einen Wurm zu stoppen, der in Facebook sein Unwesen treibt, haben die Betreiber einen Filter installiert, der die von dem Wurm benutzten Links blockieren soll. Dieser nutzt die Pinwand-Funktion von Facebook, um die Links zu verbreiten.

Ein in der letzten Woche aufgetauchter Facebook-Wurm hat die einer Pinwand ähnelnde Wall-Funktion in Facebook benutzt, um Links zu Malware-verseuchten Websites zu verbreiten. Auf dieser virtuellen Wand können Mitglieder des sozialen Netzwerks Nachrichten für andere Benutzer hinterlassen. Indem sie sich als Freunde ausgaben, haben die Wurmzüchter solche Mitteilungen benutzt, um potenzielle Opfer zum Anklicken von Links zu verleiten, die vorgeblich zu einem Video führen sollten.

Die Links führten scheinbar zu einer Google-Seite, tatsächlich jedoch zu einer betrügerisch aufgemachten Seite, die zum Download einer neuen Version des Adobe Flash Player auffordert. Diese soll vorgeblich nötig sein, um das Video anzeigen zu können. Wird der Schädling installiert, zeigt er ein Bild eines Narren an, das von einer Grußkarten-Website kopiert wurde. So sollen die Opfer wohl denken, sie seien lediglich Ziel eines Scherzes gewesen.

Fraser Howard und Graham Clueley vom britischen Antivirus-Hersteller Sophos warnen in separaten Blog-Einträgen vor dem Schädling. Clueley berichtet außerdem, Facebook habe nach eigenen Angaben die Links mittlerweile blockiert. Es seien lediglich weniger als 0.002 Prozent der etwa 90 Millionen Facebook-Nutzer betroffen. Das wären immerhin 900 bis 1800 Betroffene, wie Clueley vorrechnet.

In der Tat gibt es im Facebook-Blog einen längeren Beitrag, in dem Max Kelly vom Sicherheitsteam auch die Maßnahmen gegen diesen Wurm erwähnt. Man habe alle betroffenen Facebook-Nutzer informiert und ihnen Tipps gegeben, wie sie den Schädling wieder los werden könnten.

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