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Sony stellt Folding@home für PS3 ein

22.10.2012 | 17:04 Uhr |

Die Suche nach einem Heilmittel gegen unerforschte Krankheiten hat für PlayStation-3-Besitzer ab November ein Ende.

Mehrere Jahre konnten Käufer einer PlayStation 3 die Rechenleistung ihrer Konsole in den Dienst der Wissenschaft stellen. Über den Folding@home wurde der räumliche Aufbau von Proteinen auf der PS3 untersucht, um in den riesigen Datenmengen Hinweise auf neue Heilmethoden zu finden.

Die entsprechende App wird in der nächsten Version der PS3-Systemsoftware entfernt. Die Auslieferung von Version 4.30 soll ab morgen beginnen. Wer Folding@home noch nutzt, kann dies bis November auch weiterhin tun. Sonys Entscheidung, den Dienst von seiner Konsole zu entfernen, bedeutet gleichzeitig das Ende des von der Stanford Universität betriebenen Projekts.

An Folding@home haben sich bislang 15 Millionen Menschen beteiligt, die über 100 Millionen Stunden Rechenzeit zur Verfügung gestellt haben. Der für die Leitung des wissenschaftlichen Projekts zuständige Forscher Vijay Pande bezeichnet das PS3-System als „Game Changer“, da durch die Rechenleistung der Hardware sehr große Datenmengen ausgewertet werden konnten.

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Die Betreiber werten dennoch das Projekt als Erfolg und erhoffen sich durch die Ergebnisse wichtige Erkenntnisse beim Kampf gegen Alzheimer.

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