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Lidl wegen Lockvogelangeboten verurteilt

Der Discounter ist vom Oberlandesgericht Stuttgart wegen zweier Lockvogelangebote verurteilt worden.

Der Discounter Lidl ist vom Oberlandesgericht Stuttgart wegen zweier Lockvogelangebote verurteilt worden. Für Angebote dürfe in hervorgehobener Weise nur geworben werden, wenn ausreichend Ware für mindestens zwei Tage vorrätig sei, teilte am Montag die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs mit Blick auf das Urteil in Frankfurt mit.

Lidl hatte in Anzeigen einen Computerbildschirm und eine Funk-Tastatur angepriesen. In einer Filiale sei die Ware bereits um 9.00 Uhr verkauft gewesen, sagten die Wettbewerbshüter.

Lidl habe eingewendet, dass der Kunde bei Discount-Werbung nicht mit einem lang anhaltenden Waren-Vorrat rechne. Einen klein gedruckten Hinweis auf einen möglicherweise schnellen Ausverkauf habe das Gericht nicht gelten lassen.

Der Discounter muss sich auch wegen des Verkaufs von Billig-Bahntickets im Mai vor Gericht verantworten. Lidl hatte die Dauer der Bahnticket-Aktion für zehn Tage angekündigt. Die Fahrkarten waren meist nach wenigen Stunden ausverkauft. Ein Urteil erwarten die Wettbewerbshüter zum Jahresende.

Zu schnell ausverkauft: Lidl wegen Digitalkamera verklagt (PC-WELT Online, 28.06.2005)

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