Lexikon

Encyclopaedia Britannica stellt Print-Ausgabe ein

Donnerstag den 15.03.2012 um 09:56 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Encyclopaedia Britannica stellt Print-Ausgabe ein
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Eine der weltweit renommiertesten Enzyklopädien, nämlich die Encyclopaedia Britannica, gibt es nicht mehr als Printausgabe. Stattdessen will sich der Verlag ganz auf die Online-Version der Britannica konzentrieren.
Wie der Verlag in seinem Weblog mitgeteilt hat, wird die Printausgabe der Encyclopaedia Britannica nach 244 Jahren eingestellt (im Jahr 1768 erschien die erste Auflage des weltberühmten englischsprachigen Lexikons). Die noch vorhandenen Restexemplare der 32 Bände umfassenden Enzyklopädie werden abverkauft, einen Nachdruck gibt es aber nicht mehr.

Die Einstellung der gedruckten Ausgabe bedeutet aber nicht das Ende der Encyclopaedia Britannica. Denn das bereits vorhandene Online-Portal soll die Printausgabe vollständig ersetzen. Genauer gesagt: Britannica online tut das bereits. Denn laut Verlag erfreut sich Britannica.com großer Beliebtheit und erwirtschaftet einen Großteil des Verlagsumsatzes.

Britannica online ist in seinen Grundzügen ein Gratis-Angebot. Wer mehr möchte als die knappen Artikel zu jedem Stichwort, muss das kostenpflichtige Britannica Online Premium abonnieren. Das gibt es derzeit für wenige Tage kostenlos zum Testen. Das Premium-Angebot umfasst das eigentliche Lexikon Britannica und dessen spezielle Kinder-Edition. Der Müncher Software-Distributor USM verkauft zudem wie gehabt die Encyclopedia Britannica 2012 Ultimate Edition auf DVD.

Immerhin scheint die Zukunft der Britannica eingermaßen gesichert. In Deutschland sieht die Situation für den hiesigen Lexikon-Klassiker etwas anders aus. Der Brockhaus als Lexikon kämpft ums Überleben, der Brockhaus Verlag gehört schon seit einiger Zeit zu Bertelsmann/wissenmedia. Wie es mit der Brockhaus Enzyklopädie weitergeht und ob es noch eine gedruckte Neu-Auflage gibt, ist unklar. Ein weiteres ehemals sehr populäres Lexikon, nämlich die Encarta, wurde schon vor Jahren vom Inhaber, nämlich Microsoft, eingestellt.

Donnerstag den 15.03.2012 um 09:56 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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