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Lenkrad-Probleme bei Nissan (Update)

23.05.2013 | 15:22 Uhr |

Nissan muss nach Medienberichten erneut PKWs in die Werkstätten zurückrufen. Wegen eines Problems mit dem Lenkrad. Im schlimmsten Fall kann sich das Lenkrad lösen! Update: Nissan hat eine Stellungnahme zu dem Rückruf veröffentlicht.

Es klingt nach einem Szenario aus einem Slapstick-Film: Ein Auto rast auf eine Kurve zu – und der Fahrer hält ein loses Lenkrad in der Hand. So könnte es theoretisch und zugespitzt formuliert Fahrern bestimmter Modelle von Nissan ergehe, wenn der schlimmste denkbare Fall eintritt.

Demnach ruft Nissan weltweit 841.000 Fahrzeuge zurück. Weil es Probleme mit der Lenkrad-Befestigung bei bestimmten Jahrgängen der Modelle Cube (Z11) und Micra (K12) geben soll. Die von dem Problem betroffenen Cubes und Micras wurden in Großbritannien und Japan in den Jahren 2002 bis 2006 produziert.

Die Situation in Deutschland

In Deutschland sind Nissan zufolge 66.558 Fahrzeuge betroffen. Dabei handelt es sich laut Nissan ausschließlich um den Micra (K12) aus dem Produktionszeitraum 02.12.2002 bis 12.05.2006.

Laut Nissan stellt sich das Lenkrad-Problem folgendermaßen dar: "Das Anzugsdrehmoment des Lenkradbefestigungsbolzens ist eventuell nicht korrekt. Dadurch kann es im Laufe der Zeit zu einer weiteren Verringerung des Anzugsdrehmoments kommen. Das wiederum kann dazu führen, dass am Lenkrad erhöhtes Spiel auftritt. Wird dieses Spiel vom Fahrer ignoriert, kann sich in Extremfällen die Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkwelle lösen".

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Das Kraftfahrt-Bundesamt ermittelt die betroffenen Fahrer. Bei der Reparatur in der Werkstatt wird das Anzugsdrehmoment des Lenkradbolzens überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Dies nimmt circa 15 Minuten in Anspruch. Diese Werkstattaktion wird voraussichtlich Mitte Juni 2013 durchgeführt.

Rückrufe ohne Ende

Erst Mitte Mai gab es einen Rückruf bei VW, Skoda und Seat wegen Airbag-Problemen . Zuvor musste VW einen großen Rückruf wegen Problemen mit dem DSG starten . Aufgrund von Elektronik-Problemen mussten rund 5.500 Mazda5- und Mazda6-Modelle von Deutschlands Straßen in die Werkstatt. Die Fiat-Tochter Jeep rief verschiedene Geländewagen-Modelle in die Werkstätten, weil diese aufgrund eines Fehlers in der Automatik ungewollt losfahren konnten. Mercedes rief den Citan wegen Problemen mit dem Seiten-Airbag zurück. Vorausgegangen war ein für Mercedes desaströs verlaufender Crashtest dieses Modells. BMW muss 64.000 ältere 3er-Modelle wegen defekter Airbags zurückrufen, Toyota, Nissan, Mazda und Honda starteten aus dem gleichen Grund bereits Mitte April einen Riesenrückruf . Und wieder einige Zeit vorher riefen Kia und Hyundai weltweit weit über eine Million Fahrzeuge zurück.

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