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So vermeiden Sie Fehler bei Mehrwege-Servern

27.03.2008 | 10:39 Uhr |

Mehrwegesysteme sorgen für höhere Leistung – wenn sie vom richtigen Umfeld umgeben sind. Martin Strobel von Intel verrät, wie letzteres aussehen muss.

Von Martin Strobel

Bereits im Vorfeld lassen sich einige grundlegende Fehler vermeiden, damit das Mehrwegesystem die erwartete Leistungsverbesserung auch erbringen kann:

1) Unzureichende Planung über den Einsatz.

Der Einsatz eines Mehrwegesystems muss im Einklang mit allen Aspekten und beteiligten IT-Komponenten und deren Abstimmung auf die Geschäftsprozesse gelten. Analysieren Sie die gegebene Situation und planen Sie den Einsatz.

2) Die Softwareunterstützung ist unzureichend oder fehlt.

Um optimalen Nutzen aus einem Mehrwegesystem zu ziehen, sollte die Unterstützung dafür auf allen Softwareebenen, von den Gerätetreibern, über das Betriebssystem und die Applikationsdienste, vorhanden sein. Zwar unterstützen heute alle gängigen Serverbetriebssysteme und –applikationen die Mehrwegerechner, dennoch bestehen Unterschiede in der Implementierung. Je umfangreicher der Support für Mehrwegesysteme ist, umso größer wird der Nutzen daraus sein.

3) Verzicht auf Virtualisierung ist ein Verzicht auf Performancegewinn.

Im traditionellen Einsatz findet sich häufig eine 1:1-Zuordung eines physischen Servers mit einem Applikationsdienst. Unterstützt durch Virtualisierungstechniken ermöglicht der Performancegewinn der Mehrwegesysteme jedoch den Parallelbetrieb mehrerer, ehemals getrennter Systeme auf einer Hardware. Daher sollte auch die Virtualisierung von Diensten in die Überlegung einbezogen werden.

4) Die Lastprofile bei virtualisierten Systemen passen nicht.

Mehrwegesysteme liefern genügend Rechenleistung zum Parallelbetrieb von Applikationen. Durch Virtualisierung ersetzt ein Mehrwegesystem eine Vielzahl an singulären Servern, bei weitaus günstigeren Betriebskosten. Die unterschiedlichen Applikationen in den virtuellen Maschinen sollten allerdings so gruppiert werden, dass keine gleichzeitigen Lastspitzen auftreten. Vielmehr sollte sich der Bedarf für die Rechenleistung gleichmäßig über den gesamten Betriebszyklus, etwa eines Tages oder Monats, erstrecken.

5) Zuwenig Speicher bremst Prozessoren aus.

Die parallele Abarbeitung der Programme erfordert entsprechenden Arbeitsspeicher. Dies ist abhängig von den Applikationen und deren Anforderungen. Reicht der Arbeitsspeicher nicht aus, so erhöht sich der Verwaltungsaufwand des Betriebssystems. Vermeiden Sie daher, die zu knappe Auslegung des Arbeitsspeichers. Je mehr, desto besser lautet hier die Devise.

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