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Intel stellt CPU mit 50 Kernen vor

16.11.2011 | 18:23 Uhr |

Mit neuen CPUs will Intel die Petaflop-Marke knacken und die 1.000 Mal schnelleren Exaflops erreichen. Das zeigt, dass in Sachen Computerleistung noch lange nicht Schluss ist.

Intel stellte auf der SC11 in Seattle seine neusten CPUs mit sage und schreibe 50 Kernen vor: Knights Corner und Xeon E5 heißen die Chips und sind für den Betrieb in Servern gedacht. Diese neuen High-End-Prozessoren sollen Intels Kernelemente in der Entwicklung eines Exascale-Computers sein. Denn die Kerne sollen trotz hoher Leistung wenig Strom verbrauchen.

Der E5-2600 aus der Xeon E5-Reihe soll nach Angaben des Marketing-Chefs Joe Curley schon doppelt so schnell sein wie der Xeon 5600. Die Xeon E5-Familie basiert auf der neueren Sandy-Bridge Architektur, der Xeon 5600 auf der etwas älteren Westmere-Architektur.

Intel mit 50 Core-CPUs auf dem Weg zum Exascale-Computer

Beide neu vorgestellten CPUs will Intel zusammen in einen Supercomputer mit dem Namen „Stampede“ einbauen, welcher 2013 an der Universität in Texas in Betrieb genommen werden soll. Dadurch verspricht dich der Chip-Hersteller eine Leistung von 10 Petaflops, also 10.000 Billionen Berechnungen pro Sekunde. Die E5-Prozessoren leisten dabei nur 20 Prozent der erwarteten Leistung, den Rest übernehmen die Knights Corner Chips, also allein 8 Petaflops.

Die 50 Kerne des Knights Core verteilen sich auf „normale“ x86 Kerne und weiteren speziell entwickelten Kernen, um die Leistung zu erhöhen. Die neuen CPUs sind also ein wichtiger Bestandteil um einen Exascale-Computer zu schaffen. Um einen Computer im Exascale-Bereich handelt es sich, wenn die Leistung einen Exaflop erreicht. Ein Exaflop ist 1.000 Mal schneller als ein Petaflop. Diese extrem schnelle Rechenleistung soll die Entwicklung im Bereich der Weltraumforschung, Verteidigung und der Medizinforschung vorantreiben. Denn bis dato ist das größte Problem der gewaltige Stromverbrauch von Super-Computern, doch mit dem Knights Core soll sich der Stromverbrauch in Grenzen halten. Intel peilt das 2018 als Geburtsjahr des Exascale-Computers an.

Der aktuell schnellste Supercomputer steht im Riken Advanced Institute for Computational Science in Japan und heißt " K Computer ". Dieser schafft circa 10 Petaflops laut der Top 500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt, welche am Montag veröffentlicht wurde.
 

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