Auch wenn die Projektion auf eine weiße Wand für erste Tests ausreicht und durchaus brauchbare Bilder liefert, sollten Sie in eine gute Leinwand investieren. Denn so holen Sie das Maximum aus Ihrem Projektor, das Bild bekommt den letzten Kick in Richtung Perfektion. Die Auswahl ist schier endlos. Es ist beispielsweise möglich, eine Projektionsfläche mit der speziellen Farbe Screen Goo direkt auf einer glatten Wand zu erzeugen. Kostenpunkt: ab etwa 100 Euro.
Es gibt außerdem Rahmen- und Rollo-Leinwände, letztere mit manuellem oder motorbetriebenem Auszugsmechanismus. Optimal sind Rahmen- und spezielle Rollo-Leinwände mit seitlichem Seilzugspannmechanismus, da diese Varianten absolut plan sind. Der Aufwand lohnt sich aber, da Sie schon kleine Falten in der Leinwand sofort als unangenehme Bildfehler wahrnehmen.
Für eine Leinwand im wohnzimmertauglichen Format können Sie zwischen 350 und 5000 Euro ausgeben. Eine große Auswahl finden Sie beispielsweise bei Grobi oder Net on net; zahlreiche Diskussionen und ausgeklügelte Selbstbauvorschläge gibt’s im Heimkinoforum. Was auch immer Sie wählen: Achten Sie darauf, dass die Leinwand nicht allzu stark reflektiert. Der Gain-Wert, den Sie in den technischen Daten finden, sollte um 1 liegen.
Der Gain-Wert einer Leinwand bezeichnet die Reflektivität einer Leinwand. Hohe Werte sind für lichtschwache Projektoren gut geeignet. Fürs Heimkino empfiehlt sich eine relativ geringer Wert von 0,8 bis maximal 1,1. Die Bilder erscheinen auf einer solchen Leinwand mit höherem Kontrast, und Schwarz wirkt natürlich und nicht milchig. Besonders Fans dunkel gehaltener Science-Fiction- und Horrorfilme sollten auf einen niedrigen Gain-Wert setzen.
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