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iTunes-Leihvideo-Dienst mit Trick geknackt

18.01.2008 | 15:12 Uhr |

Mit einem simplen Trick war es zumindest für kurze Zeit möglich, den iTunes-Videoverleihdienst auszutricksen. Apple bereitete dem Treiben aber ein schnelles Ende.

Steve Jobs hatte auf der Macworld den neuen Video-Verleihdienst in iTunes 7.6 vorgestellt. Anwender können sich darüber aktuelle Filme ausleihen. Nach dem Download müssen die Filme innerhalb von 30 Tagen angesehen werden und nach dem ersten Abspielen bleiben 24 Stunden Zeit, sich den Film ganz anzusehen. Derzeit ist das Angebot nur in den USA verfügbar. Wann es auch in Deutschland möglich sein wird, Filme via iTunes auszuleihen, steht noch in den Sternen.

Auf einen erstaunlichen Trick stießen die Macher der Website Gizmodo , als sie den iTunes-Videoverleih unter die Lupe nahmen. Eigentlich rechnete sie nicht damit, dass ein Uralt-Trick in der Computer-Historie überhaupt funktionieren würde. Nach dem Download und dem ersten Abspielen verblieben nur noch wenige Stunden, um sich den Film anzusehen. Im Betriebssystem wurde nun einfach die Zeit um fünf Jahre zurückgestellt. Voila: Zwar meckerte iTunes beim Start, dass die Urzeit nicht korrekt eingestellt sei, zeigte dann aber an, dass für das Ansehen des Videos noch fünf Jahre Zeit verbleiben.

Anders herum funktionierte es ebenfalls: Vor dem Download und dem ersten Abspielen des Films wurde die Zeit um ein Jahr vorgestellt. Danach wieder auf das aktuelle Datum zurück, verblieben noch ein Jahr, um den Film komplett anzusehen. Mit einem derart simplen Trick wäre es also möglich gewesen, günstig eine umfangreiche Film-Sammlung anzulegen. Doch scheinbar wird die Website von Gizmodo auch von Apple gelesen, denn es dauerte nur kurze Zeit, bis nach der Veröffentlichung des Artikels der Bug ausgebessert wurde…

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