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Leichter Anstieg der Softwarepiraterie

20.05.2007 | 15:04 Uhr |

Weltweit gesehen stagniert die Verbreitung von Schwarzkopien im Vergleich zum Vorjahr. In Finnland, Albanien und Deutschland nahmen die Zahlen der Softwarepiraten jedoch zu.

Die Rate der Softwarepiraterie in Europa konnte 2006 gesenkt werden. Deutschland, Albanien und Finnland bilden hierbei jedoch eine Ausnahme. Wie in Österreich stagnierte in vielen Ländern die Verbreitung von Schwarzkopien. Dies geht aus aktuellen Zahlen der Business Software Alliance hervor.

„Österreich liegt damit im derzeit weltweit zu beobachtenden Trend", kommentiert Georg Herrnleben, Direktor Zentral- und Osteuropa der BSA die Zahlen. „Das Plus von 0,5 Prozent in Deutschland darf ebenfalls nicht überbewertet werden. Das erste Halbjahr 2006 war noch von einer wirtschaftlich schlechten Lage gekennzeichnet.", so Hernnleben weiter. Es lasse sich weiterhin kein Bereich ausmachen, der speziell durch Piraterie geschädigt werde. Es werde geklaut, was gerade benötigt wird.

Weltweit gesehen war die Entwicklung 2006 von zwei grundlegenden Trends geprägt. Da wäre zum einen der steigende Bedarf an Software in den Wachstumsmärkten und zum anderen die geringe Senkung der weltweiten Piraterie-Rate. Die BSA konnte nichtsdestotrotz einen enormen Anstieg der Umsatzausfälle für die internationale Softwareindustrie ausmachen. Dieser liegt nun bei 39,6 Milliarden Dollar, also knapp 4 Milliarden Dollar höher als im Jahr 2005. Mit 11,6 Milliarden Dollar trägt die Region Asien/Ozeanien einen großen Anteil daran.

In Westeuropa hingegen sank der Wert schwarzkopierter Software von 11,8 auf 10,6 Milliarden Dollar. In den Regionen Osteuropas stieg diese Zahl derweil von 3,2 auf 4,1 Mrd. Dollar an: „Insgesamt beobachten wir aber - mit der Ausnahme von Russland - eine zunehmende Angleichung der westlichen und zentral- beziehungsweise osteuropäischen Länder. Das mag zwar auf den ersten Blick positiv erscheinen, weil die Piraterierate sinkt, die negativen Auswirkungen für die Softwarebranche werden aber in der Tat größer, da der Umsatzausfall stark ansteigt", erklärt Herrnleben.

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