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Lehrstelle per Mausklick: Ausbildungsbörsen im Netz

Ausbildungsmessen, auf denen sich Firmen und Schulabgänger treffen, gibt es schon lange. Seit einigen Jahren können sich Jugendliche auch im Internet eine Lehrstelle suchen. Online-Ausbildungsbörsen überzeugen durch ihr großes Informationsangebot und schnellen Kontakt zu Ausbildungsfirmen. Eine individuelle Beratung können sie trotzdem nicht völlig ersetzen.

"Ein Online-Auftritt kann nicht die gleiche Bedeutung und Qualität haben wie ein Gespräch mit jemandem, der sich wirklich auskennt", sagt Holger Bäuerle. Er ist Projektleiter Internet bei " azubitage.de " in Heidelberg, einem Veranstalter von Ausbildungsmessen. Als Ergänzung hätten Internet-Angebote aber eine Berechtigung: "Online-Auftritte bieten eine breite Palette an Informationen."

Dem stimmt auch Angelika Müller von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg zu. Eine persönliche Beratung empfehle sich dann, wenn Leute unsicher sind, was sie machen wollen. Online-Börsen seien für Leute geeignet, "die wissen, was sie wollen und keine Beratung und Hilfestellung benötigen."

Die BA bietet zwei Datenbanken für junge Menschen auf Ausbildungsplatzsuche an. " Berufenet.de " ist eine Plattform mit Informationen zu Berufsbildern, Ausbildungsinhalten und Zugangsvoraussetzungen. Außerdem gibt es Links zu 20.000 Veranstaltern von Aus- und Weiterbildungsangeboten. Das Angebot ist umfassend. "Dort sind alle Ausbildungsberufe gelistet", sagt Müller.

Konkrete Ausbildungsplatzangebote enthält die BA-Jobbörse " Kurs " - momentan sind es rund 110.000. Damit biete die BA eine Plattform, auf der sich Ausbildungsbetriebe und Ausbildungswillige treffen können, sagt die BA-Sprecherin. Der Zugang ist für beide Seiten kostenlos.

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