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Lehrer oft ratlos beim Thema Internetsicherheit

10.05.2006 | 14:38 Uhr |

Lehrer sollen Kinder auf das Leben vorbereiten. Doch wenn es um PCs und Internet geht, scheinen sich die Rollen zu vertauschen. Nach einer jüngst durchgeführten Studie unter englischen Lehrern sind Pauker beim Thema Internetsicherheit oft ratlos.

Eine jetzt veröffentliche britische Studie mit dem Titel "Security Report Online Child Safety" ( englischsprachiges PDF ) zeigt, dass vielen Lehrern das nötige Wissen um die Gefahren und Schutzmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Internet fehlt.

Viele Lehrer wissen demnach nicht, wie sie Kinder von ungeeigneten Websites (mit pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten) fernhalten können. 70 Prozent der befragten Lehrer wissen zudem nicht, an wen sie sich um Rat wenden können, wenn sie den Verdacht haben, dass ein Kind durch das Internet Schaden genommen hat oder mit ungeeignetem Material in Berührung kam. 80 Prozent der befragten Lehrkörper sind über ihr eigenes Unwissen derart besorgt, dass sie Internet-Sicherheit am liebsten als Bestandteil der Lehrerausbildung hätten, wie der Guardian berichtet.

Wenig überraschend dürfte ein weiteres Ergebnis der Studie sein: Kinder würden immer öfters auf für sie ungeeignete Webinhalte stoßen. Unter den im Dezember 2005 gezählten 63,4 Millionen Besuchern auf Adult-Websites soll die Gruppe der 12- bis 17-Jährigen den größten Anteil haben.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es eine bemerkenswerte Lücke zwischen den Internet-Kenntnissen von Lehrern und Eltern einerseits und Kindern andererseits gebe. Während vielen Lehrern an ihren Schulen immer noch keine Rechner zur Verfügung stünden, würden Kinder mit der neuen Technik groß werden und hätten deshalb viel mehr Routine im Umgang damit.

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