18.06.2012, 19:04

Michael Söldner

Leck

Sicherheitslücke in x86-64 Prozessoren

©wikimedia.org

Auf allen Betriebssystemen lässt sich eine Sicherheitslücke im Befehlssatz von 64-bit-Prozessoren von Hersteller Intel ausnutzen
Prozessoren mit 64 bit sind schon seit langer Zeit erhältlich. Umso überraschender ist es nun, dass eine Sicherheitslücke in CPUs von Intel erst jetzt aufgetaucht ist. Die Schwachstelle im Befehlssatz konnte anfangs nur unter Linux ausgenutzt werden, ist jedoch auch unter Windows oder vielleicht sogar OS X zugänglich.

Das Leck wurde erstmals vom CERT entdeckt und macht sich Fehler bei der Speichermechanik von AMD-Prozessoren zunutze. Als AMD seine 64-bit-Prozessoren entwickelte, konnte der Speicher nur mit 48 bit adressiert werden. Die verbleibende Raum von 48 bis 64 bit blieb ungenutzt und wurde zum Schutz vor Schadprogrammen mit nutzlosen Daten gefüllt. Intel-Chips arbeiten ähnlich, verfügen jedoch über eine Schwachstelle, die Hackern die Einschleusung von modifizierten Code-Stücken erlaubt.
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Microsoft hat bereits einen Patch für diese Schwachstelle veröffentlicht. Eine offizielle Stellungnahme von Intel liegt noch nicht vor. Die Gefahr dürfte jedoch letztlich gering ausfallen, da der Hacker-Code direkt vom Nutzer eingegeben werden muss. Die schnelle Reaktion von Microsoft lässt jedoch darauf schließen, dass die Problematik ernst genommen werden sollte.
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