Leck

60.000 Twitter-Passwörter im Web aufgetaucht (Update)

Mittwoch den 09.05.2012 um 11:06 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Twitter-Passwörter im Web geleakt
Vergrößern Twitter-Passwörter im Web geleakt
© istockphoto.com/JuSun
Auf einer Website haben Unbekannte die Zugangsdaten von knapp 60.000 Twitter-Nutzern inklusive der Passwörter veröffentlicht. Twitter wiegelt in einer ersten Reaktion ab.
Update 09.05.2012 17:00 Uhr: Wie Twitter bekannt gibt, hat der Micro-Blogging-Dienst die durch eine Sicherheitslücke ins Internet geleakten Passwörter von mehr als 60.000 Nutzern mittlerweile automatisch zurückgesetzt. Die betroffenen Account-Besitzer wurden per Email benachrichtigt. Aus Sicherheitgründen rät Twitter allen Mitgliedern, nach dem Reset ein neues, ausreichend starkes Passwort zuzuweisen. Anschließend sollte das so genannte Verbindungsregister des Dienstes geprüft werden.

Hier können Nutzer einsehen, welche Drittanwendungen Zugriff auf ihren Twitter-Account haben. Laut Twitter sei es wichtig nachzusehen, ob sich durch die Kompromittierung eventuell nicht authorisierte Dienste oder Programme in das persönliche Profil eingeschlichen haben. Sollten sich hier verdächtige Anwendungen finden, kann deren Zugriff per Klick auf "Sperren" unterbunden werden.

Wer nach der Anwendung dieser Sicherheitsmaßnahmen noch immer keinen Zugriff auf sein Twitter-Konto hat, kann sich von der registrierten Adresse aus mit dem Support-Team des Dienstes in Verbindung setzen. Weitere Details zum Umgang mit dem Passwort-Leak finden sich im Twitter-Hilfe-Center .

Originalmeldung: Unbekannte Hacker haben auf einer Website insgesamt fünf lange Beiträge veröffentlicht, die die Twitter-Passwörter von knapp 60.000 Twitter-Nutzern auflisten. Zur Veröffentlichung nutzten die Unbekannten die Website Pastebin , auf der Entwickler miteinander Programmcode austauschen können. Einer dieser auf Pastebin veröffentlichten Beiträge mit über 3000 Twitter-Kontennamen und -Passwörtern findet sich beispielsweise hier .

Twitter gibt nach einer ersten Analyse der im Web geleakten Twitter-Passwörter zumindest teilweise Entwarnung. Demnach habe die Analyse ergeben, dass die im Web veröffentlichten Daten über 20.000 Duplikate enthalten. Außerdem seien viele der Twitter-Konten ohnehin bereits gesperrt, weil sie in Vergangenheit beispielsweise für Spam missbraucht worden seien. In vielen anderen Fällen würden die angegebenen Passwörter nicht zu den Twitter-Benutzernamen passen.

Twitter will nun einige seiner Nutzer kontaktieren und sie zum Ändern ihres Passworts auffordern. Generell empfiehlt Twitter besorgten Nutzern ihr Passwort einfach zu ändern. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie Ihre Passwörter regelmäßig ändern und auch unterschiedliche Passwörter einsetzen. Hier finden Sie acht goldene Regeln für sichere Passwörter .

Mittwoch den 09.05.2012 um 11:06 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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