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Körperscanner-Fotos von US-Bürgern im Netz aufgetaucht

17.11.2010 | 15:01 Uhr |

Im Web sind hunderte Fotos aufgetaucht, die Körperscanner in den USA bei Gerichtsbesuchern gemacht haben. Eigentlich sollten solche Fotos sofort gelöscht werden. Eigentlich.

Die im Netz aufgetauchten Bilder stammen von einem Körperscanner, der Besucher eines Gerichts in Orlando (Florida) vor Betreten des Gebäudes überprüft. Normalerweise sollen die erstellten Nackt-Bilder sofort nach der Überprüfung der betreffenden Person gelöscht werden. In diesem Fall sollen die U.S. Marshals, die den Körperscanner bedienen, über 35.000 Fotos nicht gelöscht haben. Auf den Bildern sind nackt sowohl Gerichtsmitarbeiter als auch Besucher des Gerichts.

Der US-Blog Gizmodo ist in Besitz von über 100 Bildern gelangt, die der Körperscanner gemacht hatte und hat einige der Bilder in einer Galerie veröffentlicht. Die auf den Fotos abgebildeten Personen wurden vorher unkenntlich gemacht.

Mit der Aktion will Gizmodo auf die Sicherheitsrisiken hinweisen, wenn Menschen systematisch an Flughäfen und Behörden durch Körperscanner fotografiert werden. "Das wir diese Fotos heute sehen können, garantiert, dass wir auch andere, ähnliche Bilder in der Zukunft sehen werden. Wenn Sie Glück haben, dann könnte es sogar ein Bild von Ihnen oder eines Ihrer Familienangehörigen sein", so Gizmodo.

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