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Militärisches Experiment

Laserkanone vernichtet Auto aus 1,6 Kilometer Entfernung

09.03.2015 | 15:08 Uhr |

Ein großes Loch klafft in der Motorhaube des mächtigen Pickups Ford F-150. Daraus züngeln Flammen. Den Truck hat nicht etwa eine Handgranate oder eine Panzerfaust so zugerichtet – sondern eine Laserkanone. Ein militärisches Experiment.

Der amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin hat bei einem Beschusstest vorgeführt, welchen Schaden eine Laserkanone anrichten kann. Dazu beschossen Ingenieure von Lockheed Martin einen Pickup vom Typ Ford F-150 mit einer Laserkanone namens Athena.

Athena brannte bei den Beschuss-Tests ein großes Loch in die Motorhaube des Trucks. Und zwar aus einer Entfernung von mehr als einer US-Meile, also rund 1,6 Kilometer. Das Ziel-Objekt, der F-150, stand unbeweglich mit laufendem Motor im Zielbereich des Lasers. Der Laserstrahl brannte sich laut Lockheed Martin in nur wenigen Sekunden durch Teile des Motors. Wie gesagt: Aus 1,6 Kilometer Entfernung!

Damit hat Lockheed Martin, das vor allem durch Kampfflugzeuge, Panzer und Raketensysteme bekannt ist, bewiesen, dass Laserkanonen nicht mehr nur Science-Fiction sind, sondern nun in der Realität ankommen.

Athena feuert mit einer Leistung von 30 Kilowatt auf sein Ziel. Der Laser bündelt mehrere einzelne Laserstrahlen zu einem gemeinsamen stärkeren Laser. Damit erzielt er seine enorme Durchschlagskraft.

Der Laser basiert auf dem Area Defense Anti-Munitions (ADAM) Laserwaffensystem, das Lockheed Martin im kalifornischen Sunnyvale entwickelt. ADAM habe in Tests bereits bewiesen, dass es sich zur Bekämpfung von kleinen Flugzeugen und Seezielen eignet, wie Lockheed Martin stolz verkündet.

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