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Laserkanone schießt Flugdrohne ab (Video)

03.07.2015 | 15:20 Uhr |

Eine Laserkanone hat eine Flugdrohne abgeschossen. Binnen weniger Sekunden. Damit könnten sich künftig Terroranschläge durch Flugdrohen abwehren lassen.

Die Firma MBDA DEUTSCHLAND ist ein deutscher Rüstungskonzern mit Sitz in Schrobenhausen. Es gehört zu dem europäischen MBDA-Konzern, an dem auch Airbus beteiligt ist. MBDA DEUTSCHLAND ist auf die Herstellung von Lenkflugkörpern spezialisiert.

MDBA hat jetzt ein Video veröffentlicht, das aus „Krieg der Sterne“ stammen könnte. Darin demonstriert MBDA eine selbst entwickelte Laserkanone (Lasereffektor), die eine Flugdrohne innerhalb weniger Sekunden abschießt. Der Laserstrahl erfasst die Flugdrohne und brennt sich förmlich in sie hinein, bis die Drohne Feuer fängt und zu Boden stürzt.

Wie MBDA mitgeteilt hat, befindet sich das Laserkanonen-System noch im Versuchsstadium. Doch der Testabschuss einer handelsüblichen Flugdrohne, den MDBA im Mai 2015 erprobte und den das Video oben zeigt, dauert nur wenige Sekunden. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass die Drohne keine Ausweichmanöver unternimmt, sondern ruhig auf der Stelle fliegt – ein derart perfektes Ziel, dass man es wahrscheinlich sogar mit einem heiß geschossenen G36 treffen würde...

Die Laserkanone.
Vergrößern Die Laserkanone.
© MDBA

Die Erprobung fand auf dem Testgelände der MBDA Deutschland in Schrobenhausen statt. MSBA wollte damit nachweisen, dass “der Lasereffektor präzise, schnell und sicher realitätsnahe Ziele bekämpfen kann.“ Wobei MDBA nicht das einzige Rüstungsunternehmen ist, das eine tödlich funktionierende Laserkanone fortgeführt hat. Denn der amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin hat vor einiger Zeit eine Laserkanone vorgeführt, die aus 1,6 Kilometer Entfernung einem mächtigen F-150-Pickup ein Loch in den Motor brutzelte.

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MBDA sieht seine Laserkanone als die perfekte Abwehrwaffe gegen die Bedrohung durch kleine Flugdrohnen an. Und nennt als Beispiel die Flugdrohne, die 2013 während einer Wahlkampfveranstaltung in Dresden in einer Entfernung von zwei Metern vor Bundeskanzlerin Angela Merkel landete. Damals handelte es sich zwar nicht um einen Terroranschlag, doch denkbar wären terroristische Drohnenangriffe durchaus. Und dagegen will MDBA seine Laserkanone entwickeln.

 

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