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Google-Chef wehrt sich gegen Datenschutz-Kritik der EU

17.10.2012 | 19:01 Uhr |

Google-Chef Larry Page wehrt sich gegen die Kritik der EU-Datenschützer an der Zusammenlegung der Google-Datenschutzerklärungen.

Suchmaschinen-Riese Google steht aktuell wieder einmal in der Kritik der europäischen Datenschützer. Das Unternehmen will die Datenschutzerklärungen aus mehr als 60 seiner Dienste zusammenlegen, um gezielter Werbung schalten zu können. Die französischen Datenschützer der CNIL befürchten jedoch, dass Nutzern mit den neuen Bestimmungen die Kontrolle über ihre persönlichen Daten entgleitet und fordern den Konzern aus diesem Grund zu einigen grundlegenden Änderungen auf.

Google-Chef Larry Page versteht die heftige Kritik jedoch nicht und verteidigte die Zusammenlegung in dieser Woche auf der Google Zeitgeist Konferenz in den USA. So stufe Page die Einführung von Verbotsgrenzen als falsch ein. Da heute niemand sagen könne, wie das Internet in den nächsten Jahren funktionieren werde, ergebe sich aus Überregulierung ein großes Risiko für das Unternehmen.

Google kündigt neue Datenschutzrichtlinien an

Page betont, dass die Zusammenlegung der Nutzungsbedingungen auch Vorteile für Google-Nutzer habe. So sei beispielsweise der Dienst Google Now mit den alten Bestimmungen nicht möglich gewesen. Im Gegensatz zu Pages Darstellung fordern die 27 Datenschützer der EU-Länder jedoch kein Verbot der Zusammenlegung, sondern lediglich mehr Zugriffsrechte für Google-Nutzer. So ist es aktuell nicht möglich, der Datensammlung sowie der anschließenden Kombination in einem umfassenden Meta-Profil zu widersprechen. Google hat nun bis zu vier Monate Zeit, um auf die EU-Forderungen nach einem Opt-Out-Tool sowie Eingriffsmöglichkeiten in die Daten-Kombination seitens der Nutzer zu reagieren.

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