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Neuer Archivierungsstandard im Anmarsch

09.05.2008 | 13:30 Uhr |

Das neue Verfahen soll Inhalte und Metadaten erfassen und in einem Container sammeln. Auch die Datenmigration soll kein Hindernis darstellen.

Mit dem neuen Standard will der Industrieverband SNIA die beiden wichtigsten Herausforderungen der Langzeitaufbewahrung digitaler Informationen adressieren: die physische und logische Migration der Daten. In der Praxis wird durchschnittlich nach drei bis fünf Jahren eine physische Migration notwendig, ein Wechsel der Applikation steht zirka alle fünf bis sieben Jahre an.

Der neue Standard definiert einen logischen Container, der Inhalte und zugehörige Metadaten, wie Referenzdaten, Integritäts- und Echtheitskontrollen, Audit-Records und möglicherweise auch Ereignisleser, enthält. Eine entsprechende Arbeitsgruppe wurde gegründet.

Mithilfe von SD-SCDF sollen die Probleme der logischen Migration gelöst werden. Der Standard soll darüber hinaus alle Eigenschaften liefern, die zum Datenerhalt notwendig sind und ist mit ILM-basierten Praktiken kompatibel. SD-SCDF soll bei der Entwicklung von Applikationen direkt implementierbar sein oder aber in Verbindung mit der SNIA-Storage-to-Application-Schnittstelle „eXtensible Access Method“ (XAM). Die Kombination aus XAM zur applikationsunabhängigen Speicherung von Daten und SD-SCDF zur Festlegung der zu speichernden Informationen soll somit nach Meinung der SNA zum korrekten und sicheren Erhalt der Informationen und ihrer langfristigen Lesbarkeit beitragen.

„Die langfristige Archivierung von Daten ist einerseits gesetzlich reguliert und andererseits unternehmensintern verbindlich festgelegt, die technischen Möglichkeiten der Umsetzung sind jedoch teuer und komplex“, sagt Jürgen Arnold, Chairman der SNIA Europe. „Die Definition und Einführung eines Standards, der dafür sorgt, dass Informationen langfristig erhalten bleiben und lesbar sind, ist folglich absolut notwendig“, ergänzt Arnold. ( speicherguide.de /cvi)

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