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Langsames Internet durch Kabelschaden

21.11.2000 | 11:18 Uhr |

Ein Schaden an einem der weltweit meistgenutzten Unterwasserkabel zur Datenübertragung bremst Internetsurfer in Europa, Australien und Asien aus.

Ein Schaden an einem der weltweit meistgenutzten Unterwasserkabel zur Datenübertragung bremst Internetsurfer in Europa, Australien und Asien aus.

Wie Stuart Gray, ein Sprecher der australischen Telefongesellschaft Telstra, mitteilte, wurde das mit 39.000 Kilometern längste Unterwasserkabel der Welt, mit dem die drei Kontinente verbunden sind, rund 70 Kilometer vor der Küste Singapurs beschädigt. Dadurch werde der Datenstrom für Millionen von Internet-Surfern weltweit erheblich verlangsamt.

"Wir wissen noch nicht was für ein Defekt am Kabel vorliegt", so Gray. Auch die Tiefe der Stelle sei noch nicht bekannt. Ein Erdbeben habe in dieser Region nicht stattgefunden. Gray: "Es könnte ein Fischkutter oder eine Gesteins-Bewegung gewesen sein." Die Reparatur könne Tage dauern.

Das Kabel mit der Bezeichnung "SEA-ME-WE3" war erst im vergangenen Jahr für rund eine Milliarde US-Dollar gelegt worden. Es wird von rund 100 Telekommunikationsfirmen aus aller Welt betrieben. Hauptaufgabe des Unterwasserkabels ist die beschleunigte Datenübermittlung im Internet. (PC-WELT, 21.11.2000, dpa/ pk)

Vom Internet abgeschnitten (PC-WELT Online, 02.08.2000)

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