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Akku mit achtfach längerer Laufzeit entwickelt

12.11.2008 | 14:05 Uhr |

Südkoreanische Forscher haben einen Akku für Handys und Laptops entwickelt, der eine achtfach längere Laufzeit hat, als herkömmliche aufladbare Batterien. Die neue Akku-Generation soll in vier bis fünf Jahren kommerziell verfügbar sein.

Südkoreanische Forscher haben einen Weg gefunden, die Effizienz von Lithium-Ionen-Akkus um 90 Prozent zu steigern. Das Team der Hanyang University unter der Leitung des Chemieprofessors Cho Jae-phil behauptet, die Technologie kann die Akkuleistung von Laptops und Mobiltelefonen im Vergleich zu herkömmlichen aufladbaren Batterien um das achtfache verlängern.

Das Team nutzt für die negative Elektrode des Akkus poröse Partikel aus Siliziumdioxid und Hydrogenfluoriden, statt wie üblich Graphit. Silizium ist schon eine Weile als vielversprechendes Material zur Herstellung von Batterien bekannt. Es dehnt sich jedoch bei der Lithiumaufnahme aus und schrumpft beim Entladen des Akkus wieder zusammen. In der Praxis führt dies zu einem Kapazitätsverlust. Dieses Problem konnten die Forscher nun durch den Einsatz der porösen Partikel beseitigen. Die neue Akkugeneration soll in vier bis fünf Jahren kommerziell verfügbar sein.

An der Stanford University forscht man an einem ähnlichen Verfahren, um die Kapazität für wieder aufladbare Batterien zu erhöhen. Das Team um den Assistenzprofessor für Material Sciences and Engeneering, Yi Cui, konnte Ende 2007 das Problem der Ausdehnung lösen. Sie nahmen extrem dünne Nanodrähte aus Silizium als Anoden-Material. Ihr Akku soll sogar eine zehnfach höhere Speicherkapazität besitzen. Bereits 2009 sollen erste neue Akkus vom amerikanischen Unternehmen ZPower erscheinen, die die Laufleistung von Notebooks und Handys um immerhin bis zu 40 Prozent verlängern. Das Unternehmen verwendet eine Silber-Zink-Mischung.

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