94692

Lange Computersitzungen können tödlich sein

30.01.2003 | 09:58 Uhr |

Neuseeländische Forscher haben herausgefunden, dass lange Computersitzungen nicht nur ermüdend sind, sondern im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können. Mangelnde Bewegung und die eingeschränkte Sitzhaltung begünstigen Thrombosen, wie sie auch von Flugreisen, "economy-class"-Syndrom genannt, bekannt sind.

Neuseeländische Forscher haben herausgefunden, dass lange Computersitzungen nicht nur ermüdend sind, sondern im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können.

Damit meinen die Forscher jedoch nicht Fälle exzessiver Spielernaturen, die mehrere Tage ohne Essen und Trinken vor dem Rechner verbringen und dann tot zusammenbrechen, wie vor kurzem ein Fall in Asien zeigte. Vielmehr konnten die Wissenschaftler des "Medical Research Institute of New Zealand" zeigen, dass stundenlanges Sitzen vor dem PC die Bildung von Blutklumpen begünstigt, ähnlich der Thrombosen, wie sie auch in engen Ferienfliegern vorkommen können ("economy-class-Syndrom").

Die Forscher entdeckten diesen Zusammenhang, als ein 32-Jähriger Mann, der täglich bis zu 18 Stunden vor seinem PC verbrachte, nur knapp dem Tod entging, als ein solcher Blutklumpen von seinem Bein in seine Lunge wanderte.

Venen-Thrombosen entstehen, wenn sich Blut in den Venen verdickt, einen Klumpen bildet und das Bein anschwellen lässt. Im schlimmsten Fall lösen sich Teile des Klumpens und wandern über den Blutkreislauf ins Herz oder andere lebenswichtige Organe, was tödlich enden kann. Derartige Thrombosen sind typisch für die heutige Zeit, in der viele Tätigkeiten ausschließlich im Sitzen durchgeführt werden.

Die Ärzte empfehlen, bei längeren Arbeiten am Rechner mindestens einmal pro Stunde aufzustehen und die Beine zu strecken, immer mal wieder die Zehen und Fußgelenke zu dehnen, viel Wasser und keinen Alkohol zu trinken. Auch die Einnahme von Aspirin, dessen Wirkstoff das Blut verdünnt, kann nach Ansicht der Forscher helfen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
94692