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Ländervergleich: Das "Dreckige Dutzend" der Spam-Versender

07.04.2005 | 11:31 Uhr |

Die Antiviren-Spezialisten von Sophos haben ein Länder-Ranking erstellt, aus dem die "fleißigsten" Spam-Versender hervorgehen. Anführer des "Dreckigen Dutzends", so Sophos, sind die USA.

Spam ist die virtuelle Beulenpest des digitalen Zeitalters. Massen unerwünschter Werbepost verstopfen Postfächer, verbrauchen Bandbreite und deren Bekämpfung verursacht Kosten in Milliardenhöhe. Die Antivirenspezialisten von Sophos haben nun ein Länder-Ranking erstellt, aus dem hervorgeht, aus welchen Nationen der meiste Werbemüll stammt. Anführer des "Dreckigen Dutzends", so Sophos, sind die USA.

  • Platz 1. USA: 35,70 Prozent

  • Platz 2. Südkorea: 24,98 Prozent

  • Platz 3. China (inkl. Hong Kong): 9,71 Prozent

  • Platz 4.Frankreich: 3,19 Prozent

  • Platz 5. Spanien: 2,74 Prozent

  • Platz 6. Kanada: 2,68 Prozent

  • Platz 7. Japan: 2,10 Prozent

  • Platz 8.Brasilien: 1,95 Prozent

  • Platz 9. Großbritannien: 1,57 Prozent

  • Platz 10. Deutschland: 1,23 Prozent

  • Platz 11. Australien: 1,22 Prozent

  • Platz 12. Polen: 1,20 Prozent

  • Andere: 11,73 Prozent

Für diese Statistik hat Sophos alle Mails analysiert, die zwischen Januar und März 2005 in speziell dafür eingerichtete Mail-Konten (Honey-Pots) eingegangen sind. Laut Jörg Lott, Senior Technical Consultant bei Sophos, ist die Anzahl der aus den USA eingegangenen Spam-Mails zwar seit Januar um zwölf Prozentpunkte gesunken, die Ursache für diesen Rückgang ist aber nicht bekannt. Wahrscheinlich ist, dass viele ISPs mittlerweile verhindern, dass Spammer ihre Nachrichten über diesen Weg verbreiten, so Sophos. Welche Auswirkungen das Anti-Spam-Gesetz "CAN-SPAM" in den USA hat, ist aber nicht bekannt.

Ein weiteres Problem sehen die Experten in den so genannten "Zombie-Rechnern". Dabei handelt es sich um PCs, die von Hackern übernommen werden und Spam ohne Wissen ihrer Eigentümer verschicken. Laut Lott stammen die meisten Spam-Mails aus Korea von derart manipulierten Systemen. Aus diesem Grund sollten private Anwender und Unternehmen eine Firewall und aktuelle Antiviren-Lösungen einsetzen, sowie die aktuellen Microsoft-Patches installieren, so Sophos.

Die Kosten, die durch Spam verursacht werden, schätzen die Analysten von Ferris Research im aktuellen Bericht "'The global economic impact of spam 2005" für das Jahr 2005 weltweit auf 50 Milliarden Dollar. In Deutschland liegen die Kosten laut Bericht bei rund 4,5 Milliarden Dollar, so Sophos.

:Sind wir selbst schuld an Spam und Viren? (PC-WELT Online, 24.03.2005)

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