14.05.2012, 16:58

Denise Bergert

LTE-Feature

4G verschwindet aus iPad-Produktbezeichnung

©Apple

Apple will die „4G“-Bezeichnung aus dem Produktnamen seines neuen iPad-Modells entfernen.
Apples neues iPad kam im März 2012 weltweit mit der Bezeichnung „4G“ in den Handel. Kurz nach dem Verkaufsstart beschwerten sich jedoch zahlreiche Käufer, dass die LTE-Funktionalitäten ihres Geräts nicht mit den Angeboten der jeweiligen Netzbetreiber kompatibel seien. So findet sich im Kleingedruckten in Apples Online-Store die Anmerkung, dass die 4G-Funktionen des iPad 3 nur mit den Angeboten von Verizon und AT&T in den USA sowie Bell, Rogers und Telus in Kanada genutzt werden könnten.

Wettbewerbshüter und verärgerte Kunden übten daraufhin Druck auf den US-Konzern aus, die LTE-Anmerkung aus der Produktbezeichnung des neuen iPads zu entfernen. Dieser Forderung ist Apple heute nachgekommen – zumindest teilweise. So wird das neue iPad in den USA inzwischen als "Wi-Fi + Cellular" angepriesen, während die Deutsche Telekom auf die Bezeichnung "iPad neu Wi-Fi + SIM" zurückgreift. Lediglich Apple selbst, scheint es mit der Änderung nicht allzu eilig zu haben. Der Apple Store hat nach wie vor ein "Wi-Fi + 4G Modell" im Angebot.
Während iPad-3-Käufer in den USA tatsächlich auf die 4G-Features des Geräts zurückgreifen können, sorgte die Bezeichnung vor allem in Australien für Ärger. Selbst an LTE-Standorten, konnte der Tablet-PC nicht mit den schnellen Mobilfunknetzen verbunden werden, da Australische Anbieter andere Frequenzen nutzen. Ganz ähnlich sieht die Lage auch in Deutschland aus. Das neue iPad hierzulande als 4G-Gerät zu verkaufen ist den Wettbewerbshütern zufolge als irreführend, da die verfügbaren Frequenzen gar nicht genutzt werden können. Im Streit mit den australischen Regulierern räumte Apple schließlich ein, enttäuschte Käufer zu entschädigen und in Zukunft deutlicher auf die Inkompatibilität hinweisen zu wollen.
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