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LG kündigt Handys im Fashion- und Multimedia-Segment an

Auch die ewige Nummer Zwei aus Korea will im im allgemeinen Handy-Hype mitmischen. Neben zwei Fashion-Modellen ist auch ein schlanker UMTS-Folder und ein Multimedia-Modell für Österreich geplant.

Auch der viertgrößte Mobilfunkhersteller der Welt ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, auf der weltgrößten IT-Messe neue Geräte vorzustellen. LG Electronics versucht, auf der CeBIT seine eigene Linie zu finden und orientiert sich an BenQ-Siemens und Motorolas Design-Linien. Neue Geräte sind das KG225 , das Motorolas PEBL nicht unähnlich sieht und der ultraschlanke SLVR- und Samsung SGH-P300 -Verfolger KG320 . Das LG KG225 soll ab Mitte April 2006 exklusiv bei T-mobile erscheinen, das LG KG320 wird dagegen noch bis Mitte Mai 2006 auf sich warten lassen - ob es überhaupt nach Deutschland kommt, ist heute noch nicht ganz klar.

Die beiden Fashion-Handys punkten vor allem mit Eleganz. Das Slim-Phone KG320 ist mit 95,5x45x9,9mm Größe weniger als einen Zentimeter dick und verfügt dennoch über eine Megapixel-Kamera, die unter einem praktischen Schuber auf der Rückseite vor Staub und Kratzern geschützt wird. Der integrierte Medienplayer gibt Sounds in den Formaten MP3 und AAC wieder und spielt sogar MPG4- und 3GP-Videos ab. Das kleine Gehäuse bedingt den Wegfall eines Speicherslots und so entschied sich LG, den internen Speicher entsprechend aufzubohren: mit 128MB ist der ausreichend groß für die Ablage zwei vollständiger Musikalben. Das Farbdisplay gibt 262.144 Farben auf 176x220 Pixeln wieder. Daten tauscht der Triband-Barren per Bluetooth und USB 1.1-Datenkabel mit anderen Geräten aus. Der Akku hat eine Kapazität von 600 mAh, welche Betriebszeiten sich damit erreichen lassen, ist derzeit nicht bekannt.

Das KG225 steht dem K320 an optischem Charme in nichts nach - erst bei genauerem Hinsehen bemerkt man den deutlichen Unterschied zum haptisch und verarbeitungstechnisch deutlich überlegenen Motorola PEBL mit Softtouch-Materialien. Die Hülle des KG225 ist mit einem schwarz glänzenden Kunststoff-Finish überzogen. Funktionalität steht bei dem Triband-Folder klar im Hintergrund: Das Farbdisplay in billiger STN-Bauweise mit 3,8 Zentimeter Diagonale bringt es auf 65.536 Farben und gerade einmal 128x128 Pixel Auflösung. Die integrierte Digitalkamera nimmt Fotos lediglich in VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) auf. Über die Medienfunktionen muss man angesichts nicht erweiterbaren 2 Megabytes Speicher kaum ein Wort verlieren, LG erlaubt immerhin die Wiedergabe von MP3-Files.

Trotz simplizistischem Anspruch kann man mit dem KG225 im mobilen Web surfen: GPRS und WAP2.0-Browser machens möglich. Auch als Ausdauerwunder kann man den Einsteiger-Folder wohl kaum bezeichnen: Die Sprechzeit liegt mit maximal 200 Minuten auf Durchschnittsniveau, im ausschließlichen Standby-Betrieb soll das Handy laut LG immerhin länger als eine Woche aktiv bleiben können.

Spannend wird es im April: für diesen Monat nimmt LG den Marktstart seines flachen UMTS-Folders U8500 ins Visier. Dieses Gerät wird gegen BenQ-Siemens EF81 , Motorolas RAZR V3x und Samsungs Ultraslim-Reihe ins Rennen geschickt und macht optisch einen wirklich guten Eindruck. Langweilig sind am U8500 nur die geraden Begrenzungslinien der Tastatur - davon abgesehen bietet das Handy Multimedia-Vollausstattung zu einem überaus attraktivem Preis (bei O2 soll es bei Vertragsabschluss nur mit etwa ?100 zu Buche schlagen). Eine drehbar im Scharnier gelagerte Kamera nimmt Fotos mit 1,3 Millionen Pixeln Auflösung auf oder dient als Linse für Videotelefonate. Freunde mobiler Musik kommen mit dem U8500 auch auf ihre Kosten: mit 70MB internem Speicher und einem MicroSD-Slot schließt LG zur Mainstream-Konkurrenz auf. Der MP3-Player ist multitasking-fähig und läuft auch in geschlossenem Zustand des Folders weiter, während das 96x96 Pixel große Außendisplay mit 65.536 Farben über den laufenden Titel informiert.

Besonderes Augenmerk legte LG auf Videofunktionalität: zwar lässt das U8500 einen TV-Ausgang wie bei vielen Samsungs vermissen, gibt dafür aber anstandslos MPEG4- und 3GPP-Videos wieder. Laut LG soll das Gerät im Bundle mit einer 256MB großen Speicherkarte zunächst exklusiv bei O2 in den Handel kommen - vermutlich im gleichen Atemzug wie die UMTS-Connectivity für Genion-Kunden . Der Netzbetreiber vergisst nicht, sich in der Software zu verewigen: ein spezieller, auf O2s Musikdownloadangebot angepasster Player soll gleich vorinstalliert sein.

Das auf dem 3GSM-World Congress angekündigte KU400 wurde mittlerweile ebenfalls für europäische Märkte angepasst und hat sein "K" im Namen verloren. Als U400 mit deutlich sichtbarem Branding von Hutchison 3 dürfte das UMTS-Handy in Slider-Bauweise in nächster Zeit vermutlich Italien, Großbritannien und Österreich beglücken. Schade, dass sich kein deutscher Netzbetreiber für das schicke Multimedia-Modell begeistern kann, denn es verfügt mit Abstand über die beste Ausstattung aller bislang gezeigten LG-Handys. Neben UMTS-Connectivity, 2-Megapixelkamera, 70MB internen Speicher und MicroSD-Erweiterungsmöglichkeit verfügt es über ein frontseitig verbautes Trackwhell, mit dem man schnell durch die aktuelle Titelliste navigiert oder mit der beiliegenden DJ-Funktion eigene Klingeltöne zusammenscratcht.

Ein 240x320 Pixel großes Display mit 262.144 Farben ist endlich konkurrenzfähig zu den großen Playern auf dem UMTS-Markt und Voraussetzung für eine neuartige Flash-Menüführung. Das U400 wird als designiertes MP3-Handy zusammen mit einer speziellen Docking-Station ausgeliefert, die satten Stereosound über ein Boxensystem verspricht.

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