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Großes Display und nichts dahinter?

Im Vorfeld des Mobile World Congress ist ein neues Top-Handy von LG aufgetaucht. Das KM900 Arena ist mit Hightech vollgestopft und wird über einen hochauflösenden Touchscreen bedient. Doch wenn ein Smartphone-Betriebssystem fehlt, dann wird das LG mal wieder unter seinen Möglichkeiten bleiben.

Im Vorfeld der weltgrößten Mobilfunkmesse, die am 16. Februar in Barcelona beginnt, überschlagen sich die Gerüchte über neue Handys, die dort präsentiert werden. Nach Samsung und seinem 12-Megapixel-Handy ist jetzt der koreanische Konkurrent LG erwischt worden. Sein Spitzenmodell für 2009 ist in einem niederländischen Prospekt der Handyshop-Kette The Phone House aufgetaucht. Es soll bereits ab März 2009 bei T-Mobile in den Niederlanden und Deutschland erscheinen.

In dem Prospekt wird das KM900 als vielseitiges Multimedia-Handy im hochwertigen Metall-Design angepriesen. Tatsächlich hat LG bei der Ausstattung an fast alles gedacht. WLAN, HSDPA, GPS und eine 5-Megapixelkamera, mit der man auch VGA-Videos aufnehmen kann, wurden in das 12 Millimeter dünne Gehäuse gepresst. Das Herzstück des Handys bildet der Touchscreen, der mit einer Diagonale von 3 Zoll zwar nicht übermäßig groß ausgefallen ist, dafür aber superscharfe 800x480 Pixel auflöst. Es wird sogar darüber spekuliert, dass mobiles Fernsehen über DVB-T möglich ist. Dies ist sehr wahrscheinlich, weil LG als einziger Hersteller DVB-T-Handys verkauft. Bisher sind zwei Modelle erschienen, das KB770 und das HB620T .

Aber dem glänzenden Edel-Handy fehlt höchstwahrscheinlich etwas ganz Entscheidendes: ein erweiterbares Betriebssystem. LG verwendet eine hübsche neue 3D-Bedienoberfläche, die "S-Class" genannt wird und stark an das iPhone erinnert. Aber wenn sich kaum Zusatzprogramme installieren lassen, dann wird das KM900 unter seinen Möglichkeiten bleiben. So ergeht es schon KC910 Renoir , das ohne Navi-Software und mit seinem langsamen Browser weder für die Navigation noch zum Internetsurfen taugt. Obwohl es durch seinen großem Touchscreen, GPS, WLAN und HSDPA alle Voraussetzungen dafür erfüllen würde. Aber vielleicht hat LG aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und versteckt unter der hübschen S-Class-Oberfläche das Betriebssystem Android oder Windows Mobile. Klarheit wird der Mobile World Congress bringen, der in knapp zwei Wochen seine Tore öffnet.

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