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LG Electronics: Enormer Einbruch bei Umsatz und Gewinn

Der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics blickt auf ein schwaches Geschäftsjahr 2006 zurück. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn muss das Unternehmen deutliche Einbrüche hinnehmen. Zudem konnte der Handyabsatz - entgegen der allgemeinen Marktentwicklung - kaum zulegen.

Um sich nicht im Schatten von Branchen-Gigant Nokia bewegen zu müssen, präsentierte LG Electronics bereits gestern seine aktuellen Geschäftszahlen für die vergangenen drei Monate sowie das gesamte Geschäftsjahr 2006. Dabei wäre es vermutlich besser gewesen, sich hinter den Finnen zu verstecken, denn wirtschaftlich war das vergangene Jahr eine mittlere Katastrophe. Der Umsatz im vierten Quartal sank um 10,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, der Gewinn brach um knapp 85 Prozent auf 48,2 Millionen Euro ein. Somit ergab sich im operativen Geschäft ein Verlust von 35,7 Millionen Euro.

Auch im Hinblick auf das Gesamtjahr zeichnet sich wenig Freude auf den Gesichtern der Koreaner ab, der Umsatz fiel auf 18,97 Milliarden Euro; nach 19,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Reingewinn ging damit deutlich um 401 auf 173,3 Millionen Euro zurück. Verantwortlich für diese Entwicklung ist das schwache Geschäft mit Flachbildschirmen, der Preisverfall führte allein in diesem Bereich zu einem Nettoverlust von 142 Millionen Euro - das dritte Verlustquartal in Folge.

Wenig passierte hingegen im Mobilfunk-Segment der Südkoreaner, der Absatz blieb mit rund 17 Millionen Endgeräten gegenüber dem Vormonat nahezu konstant. Insgesamt verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr 64,4 Millionen Einheiten und ordnet sich damit knapp hinter Sony Ericsson ein: Das schwedisch-japanische Joint Venture kam in den letzten zwölf Monaten auf 65,7 Millionen Mobiltelefone.

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