192157

LA Times feuert Fotografen wegen "geschöntem" Kriegsbild

03.04.2003 | 10:35 Uhr |

Ein Kriegsbild diente der US-Zeitung "LA Times" letztes Wochenende als Cover. Nun gab der Fotograf zu, das Bild im Nachhinein am PC "verbessert" zu haben. Die Reaktion der Zeitung erfolgte prompt: Der Fotograf wurde gefeuert.

Ein Kriegsbild diente der US-Zeitung "LA Times" letztes Wochenende als Cover. Nun gab der Fotograf zu, das Bild im Nachhinein am PC "verbessert" zu haben. Die Reaktion der Zeitung erfolgte prompt: Der Fotograf wurde gefeuert.

Das Bild zeigt einen britischen Soldaten, der irakische Zivilisten anweist, vor irakischem Feuer in Deckung zu gehen, so die Zeitung. Der Fotograf Brian Walski fertigte kurz hintereinander zwei Bilder dieser Szene aus ein und derselben Position an.

Um die Komposition der Momentaufnahme zu "optimieren" nutzte Walski seinen PC und kombinierte zwei Teilbilder zu einem neuen Foto, das er dann der Redaktion übermittelte. Mit dieser Manipulation verstieß Walski gegen die Vorschriften des Blattes, die eine Veränderung von Nachrichtenfotos verbieten.

Walski, der seit 1998 bei der Zeitung als Fotograf angestellt war, wurde umgehend entlassen. Die "LA Times" veröffentlichte daraufhin alle drei Bilder, die sie hier einsehen können.

Studie: Irak-Krieg ändert Surf-Verhalten von US-Anwendern (PC-WELT Online, 02.04.2003)

Irak-Krieg hinterlässt Spuren im Internet (PC-WELT Online, 25.03.2003)

0 Kommentare zu diesem Artikel
192157