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Kyro heimatlos - Unternehmen verkauft Grafiksparte

08.02.2002 | 14:12 Uhr |

Der europäische Halbleiterhersteller ST Microelectronics will sich aus dem Geschäft mit Grafikchips für PCs zurückziehen. Die Entscheidung trifft vor allem den Partner Imagination Technologies schwer: Imagination hatte die preiswerten Kyro-Chips entwickelt und an ST Lizenzen für Fertigung und Vertrieb vergeben. Da Imagination keine eigenen Fertigungsstätten besitzt, sucht man nun einen neuen Partner.

Der europäische Halbleiterhersteller ST Microelectronics will sich aus dem Geschäft mit Grafikchips für PCs zurückziehen. Laut einer Mitteilung des Unternehmens sucht man einen Käufer für die komplette Grafikabteilung, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet.

Für den Halbleiterriesen ST Microelectronics mit einem Jahresumsatz von 6,36 Milliarden US-Dollar ist die PC-Grafikabteilung ein kleiner Fisch: Deren Umsatz lag 2001 lediglich bei 15 Millionen US-Dollar.

Schwerer trifft die Entscheidung, diesen Bereich zu verkaufen den ST-Partner Imagination Technologies. Imagination hatte die preiswerten Kyro-Chips entwickelt und an ST Lizenzen für Fertigung und Vertrieb vergeben. Da Imagination keine eigenen Fertigungsstätten besitzt, sucht man nun einen neuen Partner.

Die Versorgung der Kartenhersteller mit Kyro-Chips sei allerdings gesichert, und auch die Entwicklung des Kyro III mit T&L-Funktionen laufe weiter. Einen neuen Termin für den schon für Ende 2001 versprochenen Chip wollte die Sprecherin jedoch nicht nennen.

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