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Bit.ly rüstet weiter auf

19.12.2009 | 16:04 Uhr |

Der Konkurrenzkampf unter Kurz-URL-Diensten nimmt weiter an Fahrt auf. Nachdem vor wenigen Tagen sowohl Google als auch Facebook mit eigenen URL-Verkürzern an den Start gegangen waren, rüsten bestehende Services nun kräftig auf.

So hat der populäre Mini-URL-Dienst Bit.ly fast zeitgleich zu Googles Bekanntgabe einen neuen Pro-Service vorgestellt. Doch damit ist es offenbar noch nicht genug. Bit.ly legt noch einen Zahn zu und bietet nun auch einen Video-Content-Dienst an. Mit Bitly.tv geht ein Service an den Start, der die populärsten YouTube-Videos aggregiert, die Nutzer über Bit.ly-URLs verteilt haben. Dargestellt werden die Videos auf der Website in einer Collage, die auch nach den Top-Videos des vergangenen bzw. der vergangenen drei Tage durchsucht werden kann. Parallel zu dem Videodienst ist auf der Entwicklerplattform Bit.ly Labs gestartet - hier sollen künftig zahlreiche neue Produkte getestet werden. Unter anderem wurde am Donnerstag der Service j.mp vorgestellt, der noch kürzere URLs ermöglichen soll als Bit.ly.

Der vor wenigen Tagen vorgestellte Pro-Service befindet sich zwar noch in einer Testphase, wird aber bereits von bekannten Medien wie New York Times, Wall Street Journal, Huffington Post und The Onion genutzt. Laut Bit.ly benutzen derzeit bereits rund 1.000 Verlage und Blogger den Dienst.

Mini-URL-Dienste haben in diesem Jahr besonders von der Popularität von Twitter profitiert. Die Beschränkung auf 140 Zeichen des Microbloggingdienstes erfordert das Platzsparen. Auch für Marketingabteilungen bieten Kurz-URLs eine spannende Informationsquelle, meint David Nelles, Sprecher von virtual identity, gegenüber pressetext. Allerdings sei die wachsende Zahl an Anbietern auch ein Problem, denn "das erschwert die Auswertung der anfallenden Daten", so Nelles.

(pte)

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