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Tr.im schließt die Pforten

10.08.2009 | 13:03 Uhr |

Der Kurz-URL-Dienst Tr.im hat am Sonntag seine Schließung verkündet. Mit Schuld - so heißt es - sei Twitter.

Mit der Beliebtheit von Twitter hat auch die Beliebtheit von Kurz-URL-Diensten zugenommen. Schließlich hat man bei Twitter ohnehin wenig Platz für seine Botschaften und möchte diesen wertvollen Platz nicht durch lange URLs verschwenden.

Ein beliebter Dienst, tr.im, hat nun seine Schließung verkündet. Der Betreiber des Dienstes, Nambu Network, erklärt auf der Website von tr.im , dass man im Vorfeld an mehrere Unternehmen herangetreten sein und versucht habe, den Dienst zu verkaufen. Dies sei allerdings nicht gelungen. "Es gibt keine Möglichkeit für uns, URL-Shortening zu monetarisieren. Die User wollen nicht dafür zahlen und wir können die weitere Entwicklung nicht rechtfertigen, weil Twitter den Dienst bit.ly zum Markt-Sieger gekürt hat", schreibt Nambu Network.

Damit gibt Nambu Network dem sozialen Netzwerk Twitter die Mitschuld für die Schließung von Tr.im und wirft Twitter vor, auf der einen Seite durch URL-Kurz-Dienste zu profitieren, aber ohne an den Kosten beteiligt zu sein. Dadurch, dass bit.ly nunmehr standardmäßig von Twitter genutzt werde, bestehe keine Chance mehr für einen konkurrierenden Dienst, egal wie gut er sei.

Tr.im akzeptiert seit Sonntag keine neuen URLs und gewährleistet eine Weiterleitung bereits angelegter Kurz-URLs nur noch bis Ende des Jahres.

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