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tr.im macht doch weiter

12.08.2009 | 11:09 Uhr |

Die Betreiber des Kurz-URL-Dienstes Tr.im haben es sich nun doch anders überlegt und wollen den Dienst entgegen der ersten Ankündigung am Leben erhalten.

Ursprünglich hatten der Betreiber von Tr.im , Nambu, die Einstellung des Dienstes zum Ende des Jahres angekündigt . Begründet wurde dies damit, dass sich mit dem Dienst nicht nur kein Geld verdienen lasse, sondern Twitter sich auch für die Förderung eines konkreten Kurz-URL-Dienstes entschieden und diesen damit zum Marktsieger gekürt habe.

In ihrem Blog geben die Tr.im-Macher nun bekannt, dass man es sich anders überlegt und die Seite nun wiederöffnet habe. Grund für das Umdenken sei, dass man überwältigt von den Reaktionen der Öffentlichkeit gewesen sei. Es seien unzählige Botschaften von Internet-Nutzern eingegangen, in denen das Weiterleben des Dienstes gefordert wurde. "Wir antworten auf diese Bitten: Nambu wird tr.im weiterhin betreiben", heißt es seitens Nambu.

Erneut weist Nambu aber darauf hin, dass Twitter durch seine Entscheidung für den Dienst bit.ly anderen Kurz-URL-Diensten geschadet habe und bit.ly damit zu einer Monopol-Position verholfen habe. "Bit.ly hat tiefergehende persönliche Verbindungen und geschäftliche Vereinbarungen mit Twitter, mit denen wir nicht konkurrieren können", heißt es seitens der Tr.im-Anbieter.

Von der Community sei der Vorschlag gekommen, Geld durch Werbe-Einblendungen beim Aufruf von Kurz-URLs zu verdienen. Diese Möglichkeit wolle man allerdings nicht in Betracht ziehen, weil letztendlich die Akzeptanz des Dienstes darunter leiden würde.

Letztendlich hat die ursprüngliche Ankündigung von Tr.im zumindest für Werbung für den Dienst gesorgt. Wobei Nambu allerdings ausdrücklich darauf hinweist, dass es sich nicht um einen "public-relations stunt" gehandelt habe.

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