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Kurswechsel bei George Bush?

08.01.2001 | 16:15 Uhr |

Die im Februar anstehenden Anhörungen im Prozess gegen Microsoft bieten wieder jede Menge Raum für Mutmaßungen und Meinungen, wie mit Microsoft zu verfahren sei.

Die im Februar anstehenden Anhörungen im Prozess gegen Microsoft bieten wieder einmal jede Menge Raum für Mutmaßungen und Meinungen, wie mit Microsoft zu verfahren sei.

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Iowa äußerte unlängst gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Bush Administration den Fall Microsoft durch alle Instanzen weiterverfolgen und den eingeschlagenen Kurs der Clinton-Regierung beibehalten solle. Er deutete ebenfalls an, dass die Bundesstaaten Möglichkeiten hätten, den Fall selbst weiterzuverfolgen.

Dem gegenüber stehen Äußerungen von Lawrence Lindsey, einem Wirtschafts-Berater der zukünftigen Bush-Administration. Bereits vor sechs Monaten kritisierte er den Kurs der Clinton-Regierung als zu radikal: Innovation und Profitabilität würden nicht in ausreichendem Maße unterstützt.

Die Klage gegen Microsoft überhaupt aufzustellen, fand bereits von Anfang an starke Unterstützung bei Senator Orrin Hatch, dem Vorsitzenden des Senatskommitees für Justiz. Er befürwortet wahrscheinlich auch weiterhin die Aufrechterhaltung der Prozesse.

Das juristische Tauziehen ist daher noch lange nicht beendet, auch wenn sich durch den Regierungswechsel eine Änderung der politischen Richtung andeutet. Die Einzelstaaten und der US-Kongress werden einer Änderung der staatlichen Position zu den Anklagepunkten gegen Microsoft nicht zustimmen. (PC-WELT, 08.01.2001, eb)

Porno-Bilder auf Microsoft- Webseiten (PC-Welt Online, 06.01.2001)

Klagt EU erneut gegen Microsoft? (PC-Welt Online, 05.01.2001)

Milliarden-Klage gegen Microsoft (PC-Welt Online, 03.01.2001)

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