Kurios

US-Gesetzentwurf fordert Warnhinweise auf Spiele-Verpackungen

Mittwoch den 21.03.2012 um 20:34 Uhr

von Denise Bergert

Ähnlich wie Zigaretten-Schachteln, könnten Spiele-Verpackungen in den USA bald mit Warnhinweisen zu Risiken und Nebenwirkungen versehen werden.
Mit dem „The Violence in Video Games Labelling Act“ wurde heute ein aufsehenerregender Gesetzentwurf in den USA eingereicht. Dieser fordert, Verpackungen von Video- und PC-Spielen mit Warnhinweisen zu versehen – ganz ähnlich denen auf Zigaretten-Schachteln. Laut den Initiatoren gebe es immer mehr Hinweise, dass das Spielen von Gewalt verherrlichenden Games einen ernstzunehmenden, langwierigen Einfluss auf Kinder haben kann. Auf diesen Umstand müssten Konsumenten anhand einer Gesundheitswarnung aufmerksam gemacht werden.

Die Videospiel-Industrie trage die Verantwortung Eltern, Familien und Konsumenten über die potenziell gefährlichen Inhalte ihrer Produkte aufzuklären, bestätigt Joe Baca, Repräsentant des „The Violence in Video Games Labelling Act“. Die Kennzeichnung soll dem Gesetzentwurf zufolge auf alle Spiele angewendet werden, ganz egal welche Alterskennzeichnung sie tragen. Ausgenommen sind lediglich Spiele für Kleinkinder.

Die Videospiel-Lobby in Form der Entertainment Software Association (ESA) zeigt sich von dem Gesetzentwurf unbeeindruckt. In einer Stellungnahme gegenüber dem Fachmagazin Game Informer teilte ein Sprecher mit, dass die aktuellen Alterseinstufungen eine ausreichende Grundlage für eine fundierte Kaufentscheidung bieten würden.

Mittwoch den 21.03.2012 um 20:34 Uhr

von Denise Bergert

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