Kurios

Mann verliert Job durch Googles Auto-Vervollständigung

Montag, 26.03.2012 | 18:35 von Denise Bergert
Aufgrund von Googles Auto-Vervollständigungsfunktion in der Web-Suche hat ein japanischer Arbeiter seinen Job verloren. Der Grund: Sein Name wurde in Zusammenhang mit Verbrechen angezeigt.
Das Bezirksgericht Tokio hat Suchmaschinen-Betreiber Google heute angewiesen, seine Auto-Vervollständigungsfunktion in der Web-Suche abzustellen. Grund dafür seien Bedenken, dass das Feature zu sehr in die Privatsphäre der Nutzer eindringe. Klage eingereicht hatte ein Japaner, der Aufgrund der Funktion von seinem Arbeitgeber gefeuert wurde. Bei der Eingabe seines Namen in die Google-Suche wurden durch die Auto-Vervollständigung Verbrechen genannt, die der Mann nie begangen hatte.

Laut dem Angeklagten, sei es für ihn inzwischen fast unmöglich geworden, einen neuen Job zu finden. Jeder, der seinen Namen über die Suchmaschine recherchieren wolle, bekäme entsprechende Vorschläge, die den Mann in ein schlechtes Licht rücken würden. Da er von Google als Verbrecher abgestempelt wird, sei sein Online-Ruf ruiniert.

Google hat auf die Anordnung des Gerichts bislang nicht reagiert. Das Unternehmen unterstreicht in einer Stellungnahme, dass es seinen Sitz in den USA habe und sich somit nicht dem japanischen Recht beugen müsse. Weiterhin würden die vorgeschlagenen Suchwort-Kombinationen nicht von Hand zugeordnet. Zusammenhänge würden nur vorgeschlagen, wenn sie der zugrundeliegende Algorithmus als sinnvoll erachtet und sie als häufige Suchbegriffe eingestuft wurden.

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Montag, 26.03.2012 | 18:35 von Denise Bergert
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