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Kundendaten bei Amazon nicht mehr geheim?

01.09.2000 | 18:11 Uhr |

Amazon hat in den USA die Geschäftsbedingungen um einige Punkte erweitert. So sollen in Zukunft Kundendaten auch verkauft werden dürfen. Die neuen Geschäftsbedingungen klärt den Kunden darüber auf, dass ihre Daten als Aktiva angesehen werden, die auch verkauft werden dürfen.

Amazon hat in den USA die Geschäftsbedingungen um einige Punkte erweitert. So sollen in Zukunft Kundendaten auch verkauft werden dürfen. Die neue Geschäftsbedingung klärt den Kunden darüber auf, dass ihre Daten als Aktiva angesehen werden, die auch verkauft werden dürfen.

Als Begründung gibt das Unternehmen an, dass bei Neuerwerbungen Kundendaten als Teil des Unternehmens auch an die hinzukommende Firma übertragen werden müssen.

Allerdings gilt dieses Weitergaberecht Amazons nicht nur den Fall, dass Unternehmen hinzugekauft werden, sondern auch für den, laut Amazon, "unwahrscheinlichen" Fall einer Übernahme durch einen größeren Konzern.

Bislang hat Amazon noch keine Kundendaten an Dritte verkauft, wie das Unternehmen mitteilte. Allerdings teilt Amazon seine Kundendaten mit seinen Online-Partnern, wie drugstore.com. Es wurde jedoch nicht erläutert, welche Art der Information zwischen den Partnern ausgetauscht wird.

Auf den deutschen Webseiten findet sich dieser Passus bislang noch nicht. Da Kundendaten im Allgemeinen für die Industrie ein teures Gut darstellen, ist zu befürchten, dass dieses Vorgehen bald Nachahmer finden wird. (PC-WELT, 01.09.2000, mp)

Kaum Vertrauen in Online-Datenschutz (PC-WELT Online, 27.04.2000)

Online-Vermarkter sammelt persönliche Daten (PC-WELT Online, 26.01.2000)

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