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EU will Apples Garantiefrist unter die Lupe nehmen

01.10.2012 | 18:03 Uhr |

Nach Auffassung der EU täuscht Apple seine Kunden bei der gesetzlichen Garantiefrist, um durch kostenpflichtige Verlängerungen zusätzliche Gewinne einzustreichen.

Verbraucherschützer kritisieren Apples Umgang mit der gesetzlichen Garantiefrist bei den Werbe-Anzeigen des Unternehmens bereits seit längerem. Obwohl jeder Händler dazu verpflichtet ist, Käufern zwei Jahre Garantie einzuräumen, vermittelt der US-Konzern in seinem Shop den Eindruck, als würde die gesetzliche Garantie nur ein Jahr betragen. Das offensichtliche Ziel: Apple will seinen Kunden eine kostenpflichtige Zusatz-Garantie schmackhaft machen und durch deren Verkauf höhere Gewinne einstreichen.

Dieser unlauteren Geschäftspraktik will die EU nun einen Riegel vorschieben. In einem Schreiben fordert Justizkommissarin Viviane Reding die Verbraucherschutzminister der EU-Staaten auf, die angeblichen Apple-Versäumnisse zu untersuchen. Reding zufolge würden Apple-Verkäufer ihre Kunden nicht ordnungsgemäß über den gesetzlichen Garantierahmen informieren.

Verbraucherschützer mahnen Apple ab

Apple bietet seine Geräte online und in seinen Shops mit nur einem Jahr Garantie an. Diese Frist kann mit dem so genannten Apple-Care-Angebot gegen einen Aufpreis auf zwei oder drei Jahre verlängert werden. Apple schlägt ordentlich Kapital aus der Fehlinformation. So kostet Apple Care für drei Jahre auf ein MacBook ganze 349 Euro. Die eigentlich kostenlose zweijährige Gewährleistung, die allen Kunden gesetzlich zusteht, lässt sich Apple für sein iPad mit 79 Euro vergüten.

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