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Das Internet überbrückt nicht alle Differenzen

09.04.2008 | 13:31 Uhr |

Bei global verteilten Projekten arbeiten Teams, die aus aller Herren Länder zusammengewürfelt würden. Doch die englische Sprache und ausgeklügelte Software reichen nicht aus, um sich wirklich zu verständigen.

Was meint ein Amerikaner wirklich, wenn er auf eine Frage "Well, you know, …" antwortet? Und wie sagt ein Japaner 'Nein', wenn ihm seine gute Kinderstube dieses Wort eigentlich verbietet? Die englische Sprache ist eine der wortreichsten der Welt, dennoch reicht sie nicht aus um immer das in Worten auszudrücken, was wirklich gemeint ist.

In virtuellen Teams arbeiten die Teilnehmer oft über nationale und kulturelle Grenzen sowie verschiedene Zeitzonen hinweg miteinander. Das Führen von internationalen Teams auf Distanz ist hierbei eine große Herausforderung, denn das Gegenüber sitzt einem eben nicht direkt gegenüber und es fehlt häufig das Bewusstsein, dass kulturelle Unterschiede im Team zu Missverständnissen führen können. Darunter leidet die Zusammenarbeit, was soweit gehen kann, dass ein Projekt scheitert.

Manager von virtuellen Teams können nicht über die üblichen Anweisungs- und Kontrollsysteme führen. Sie können zwar strategische Ziele vorgeben, gemeinsam Richtlinien diskutieren oder festlegen und Erwartungen ihrer Teammitglieder abfragen, aber wirkliche Teamleistung erreichen sie nur über Vertrauensbildung und Kommunikation.

Carolin Schäfer , Trainerin und Beraterin für internationale Kompetenzentwicklung, hat fünf Prinzipien zusammengestellt, die in virtuellen Teams Vertrauen schaffen und die Zusammenarbeit fördern können. Diese haben wir für Sie in einer Fotostrecke (links) zusammengestellt.

Wer sich umfassender zu dem Thema informieren möchte, dem empfehlen wir den ausführlichen Artikel von Carolin Schäfer: " Virtuelle Teams: Ohne kulturelle Kompetenz geht es nicht. "

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