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OLPC experimentiert mit neuen Energiequellen

25.10.2007 | 15:27 Uhr |

Das Projekt One Laptop per Child ist auf der Suche nach kostengünstigen Energiequellen für seinen "100-Dollar"-Laptop XO. Eine Möglichkeit wurde nun zur Diskussion gestellt: Sie basiert auf Kühen.

Die Initiative One Laptop per Child möchte Kindern und Schülern in ärmeren Ländern kostengünstige Laptops zur Verfügung stellen. Der "100-Dollar"-Laptop XO kann dabei unter anderem auch mit alternativen Energiequellen wie etwa Solarzellen oder einer Handkurbel mit Strom versorgt werden. Für entlegene Gebiete in Indien sehen die Techniker aber durchaus auch andere Energieerzeuger: Kühe.

Stromquelle für Notebooks: Kuh-Generator für OLPC XO
Vergrößern Stromquelle für Notebooks: Kuh-Generator für OLPC XO
© 2014

"Wir planen, eine Lichtmaschine zu nutzen, der über ein System von Keilriemen von Kühen oder Rindern angetrieben wird", so Arjun Sarwal von OLPC in einer Mail. Das Design dieser Antriebsart steht dabei schon weitgehend fest (siehe Bild). Die verwendete Lichtmaschine stammt dabei aus einem nicht näher genannten Fiat-Modell, das in der indischen Stadt Mumbai häufig als Taxi genutzt wird. Daher ist die Beschaffung einer solchen Lichtmaschine sowohl günstig, als auch relativ einfach.

Andere Stromquellen standen in Mumbai nicht zur Verfügung. Für Solarzellen reichte die Sonneneinstrahlung nicht aus, der Wind war zu schwach und fließende Gewässer konnten ebenfalls nicht genutzt werden. Einzig Kühe waren in Hülle und Fülle vorhanden, wodurch die Techniker letztlich auf die Idee eines Kuh-Generators kamen.

Grundsätzlich ist das OLPC-Projekt von Rückschlägen gekennzeichnet. Bereits mehrfach wurde der Start der Massenproduktion verschoben, aktuell soll es am 12. November losgehen. Und auch beim Preis liegen die XO-Laptops noch weit über den anvisierten 100 Dollar. Derzeit kosten die Laptops noch knapp 200 Dollar pro Stück .

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