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Künstler und Plattenindustrie im Streit

21.05.2001 | 11:20 Uhr |

Während sich Plattenindustrie und Songwriter in der Auseinandersetzung mit Napster noch gegenseitig unterstützten, ist jetzt ein offener Streit zwischen diesen beiden Parteien ausgebrochen. Hintergrund: Industrie und Musiker sind sich uneinig, wieviel Geld für jeden Song " automatisch" an die Künstler gehen soll.

Während sich Plattenindustrie und Songwriter in der Auseinandersetzung mit Napster noch gegenseitig unterstützten, ist jetzt ein offener Streit zwischen diesen beiden Parteien ausgebrochen. Hintergrund: Industrie und Musiker sind sich uneinig, wie viel Geld für jeden Song " automatisch" an die Künstler gehen soll. Zur offenen Auseinandersetzung kam es vor dem US-Ausschuss, der sich momentan mit dem Thema Musik-Tauschbörsen befasst.

Musiker halten den Plattenfirmen vor, nur ein absolutes Minimum zahlen zu wollen: Etwa bei der sogenannten "compulsory licensing fee", die für jedes duplizierte Medium erhoben wird. Die Musiker würden sich auf 7,5 Cent für jede Kopie einlassen. Dies ist der Standard in anderen US-Medienbereichen. Bisherige Angebote der Plattenindustrie sollen um einiges darunter liegen.

Die Plattenindustrie sieht die Debatte um die "compulsory licensing fee" in einem ganz anderen Licht: Die Nutzbarmachung von Musik-Plattformen im Sinne der Industrie verzögere sich dadurch unnötig. Napster-Fans hätten noch mehr Zeit auf Alternativen umzusteigen.

Der Ausschuss des Kongresses indes legte der Plattenindustrie und Künstlern nahe, Lizenzmodelle und andere Verträge unter sich auszumachen.

Napster stürzt ab (PC-WELT Online, 03.05.2001)

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