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Künstler protestieren gegen Raubkopierer

13.07.2000 | 16:23 Uhr |

Immer mehr Musiker beklagen sich über die Verbreitung ihrer Werke über das Internet. Der Musikbranche gehen mehr als 2,7 Milliarden Mark verloren - den EU-Staaten 85 Millionen Euro an Steuern.

Jährlich gehen der europäischen Musikindustrie 2,7 Milliarden Mark verloren. Schuld daran sind Internet-Piraten. Laut Angaben von Branchenvertreter macht dies rund zehn Prozent des Geschäfts aus.

Die irische Pop-Gruppe "The Corrs" und der französische Popstar Jean Michel Jarre beklagten vor Journalisten in Brüssel, dass die Internet-Piraterie das Schaffen der Künstler bedrohe. "Wir sind nicht nur Inhalteanbieter für das Internet", sagte Jarre. Die Künstler selbst müssten entscheiden können, auf welchem Weg ihre Musik vertrieben wird.

Rund 25 Millionen Musik-Raubkopien sollen im Internet im Umlauf sein.

Den EU-Ländern gehen jährlich 85 Millionen Euro Steuern durch Internet-Piraten verloren. Die Branche erwartet nach eigenen Angaben

ein EU-Urheberrecht-Gesetz, das schon seit längerem diskutiert wird.

Damit sollen die Rechte der Künstler gestärkt werden. (PC-WELT, 13.07.2000, pk)

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