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Kündigung wegen Sex-Mails

28.07.2000 | 23:07 Uhr |

Das amerikanische Pharmaunternehmen Dow Chemical hat 50 Mitarbeiter entlassen, die Mails mit pornographischen Inhalten am Arbeitsplatz verbreiteten. Informationen des Nachrichtensenders CNN zufolge enthielten die beanstandeten Mails Soft- und Hardcore-Pornos sowie gewaltverherrlichendes Material.

Das amerikanische Pharmaunternehmen Dow Chemical hat 50 Mitarbeiter entlassen, die Mails mit pornographischen Inhalten am Arbeitsplatz verbreiteten. Informationen des Nachrichtensenders CNN zufolge enthielten die beanstandeten Mails Soft- und Hardcore-Pornos sowie gewaltverherrlichendes Material.

Der Chemie-Multi hatte den Missbrauch bei einer internen Untersuchung festgestellt. Das Unternehmen überwache den Mail-Verkehr und die Web-Aktivitäten der Angestellten nicht regelmäßig. Die Untersuchung sei aufgrund der Beschwerde eines Mitarbeiters erfolgt. Neben den Kündigungen wurden auch 200 Abmahnungen ausgesprochen.

"Wir müssen unsere anderen Mitarbeiter vor derartigen Belästigungen schützen", erklärte ein Firmensprecher gegenüber CNN. Betroffen waren Mitarbeiter aller Beschäftigungsniveaus. Angestellte, die Mails mit pornographischen Inhalten nur öffneten und löschten, waren nicht von den Kündigungen betroffen.

Ende letzten Jahres hatte auch Kopiergerät-Hersteller Xerox 40 Mitarbeiter gefeuert, die während der Arbeitszeit auf Porno-Websites surften. Auch beim Verlag der New York Times war es Ende 1999 in 22 Fällen zu Kündigungen wegen der Verbreitung unerlaubter Mails gekommen. (PC-WELT, 29.07.2000, jas)

Porno-Verbot: 40 Mitarbeiter gefeuert (PC-WELT Online, 07.10.1999)

Millionen Porno-Mails versandt (PC-WELT Online, 07.06.2000)

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