14.06.2012, 11:28

Panagiotis Kolokythas

Kündigung

Nokia will 10.000 Stellen bis Ende 2013 streichen

Nokia will 10.000 Stellen streichen

Nokia hat am Donnerstag angekündigt, bis Ende 2013 weltweit bis zu 10.000 Stellen streichen zu wollen. Die Nokia-Tochter Vertu, die Luxus-Handys herstellt, soll verkauft werden.
Nokia will die Kosten massiv senken und hat am Donnerstag einen Stellenabbau angekündigt. Bis Ende 2013 will der finnische Handy-Hersteller weltweit bis zu 10.000 Stellen streichen. Zusätzlich soll der Luxus-Handyhersteller Vertu an die Private Equity Gruppe EQT VI verkauft werden.
Nokia will seine Investitionen in Smartphones mit Windows Phone und in so genannte Feature Phones weiter erhöhen. Außerdem gab das Unternehmen auch Änderungen in der Führungsebene bekannt und kündigte die Übernahme des schwedischen Unternehmens Scalado an, dass sich auf mobile Foto-Lösungen spezialisiert hat. Nokia will auch verstärkt in seine standortbezogene Plattform investieren, die Nokia bei seinen Smartphones für Navigationslösungen und visuelle Suchapplikationen einsetzt.
Um die Kosten zu senken hat Nokia auch angekündigt, einige Projekte in dem Bereich Forschung und Entwicklung einstellen zu wollen, was zur Schließung der Standorte in Ulm und Burnaby (Kanada) führen wird. Hinzu kommt die bereits länger geplante Schließung der Produktionsstätte in Salo (Finnland). Nokia gab bekannt, dass in Salo aber weiterhin eine Forschung und Entwicklung stattfinden wird.
Im April waren die Umsätze bei Nokia auf 7,4 Milliarden Euro geschrumpft, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 29 Prozent bedeutet. Der Nettoverlust lag bei 929 Millionen Euro, während im Vorjahr noch ein Nettogewinn von 344 Millionen Euro erwirtschaftet werden konnte. Bis Ende 2013 sollen mit den angekündigten Maßnahmen 1,6 Milliarden Euro an Kosten eingespart werden.
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