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Mittelständler halten im Internet Ausschau nach Managern

29.05.2008 | 13:35 Uhr |

Was tun, wenn privat gehaltene Unternehmen vor einem Generationswechsel stehen und niemand aus der Familie übernehmen will? Sie suchen einen Nachfolger über eine Online-Börse.

Genau zu diesem Zweck wurde die Internet-Plattform nexxt-change gegründet: Sie soll Firmenchefs ohne Nachfolger mit externen Kandidaten zusammenbringen. Über die Website konnten im ersten Quartal 2008 rund 430 Firmen ihre Führungspositionen neu besetzen, hieß es vom Betreiber. Das sind elf Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Zwischen Januar und März 2008 gab es laut Online-Börse insgesamt 10.577 Inserate, wobei die potenziellen Nachfolger der scheidenden Firmenchefs mehr Auswahl an Positionen hatten: Ihren 3451 Gesuchen standen 7126 Angebote gegenüber.

Die bundesweite Nachfolgebörse nexxt-change ist eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ( BMWi ), der KfW Mittelstandsbank, der Deutschen Industrie- und Handelskammer ( DIHK ), dem Zentralverband des deutschen Handwerks ( ZDH ) sowie dem Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken ( BVR ) und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband ( DSGV ).

Mit Hilfe der Online-Plattform können Unternehmer, die vor dem Generationswechsel stehen und keinen Nachfolger innerhalb der eigenen Familie oder der Mitarbeiterschaft finden, eine Plattform zur Suche nach externen Übernehmern nutzen, die bundesweit verfügbar ist. Gleichzeitig wird Existenzgründern als potenziellen Übernehmern eine Alternative zur Neugründung eines Unternehmens geboten. Ziel ist es, mit Hilfe der betreuenden Regionalpartner geeignete Kontakte zwischen beiden Parteien herzustellen.

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