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Kritik an Googles Löschverfahren

31.05.2014 | 14:35 Uhr |

Für Löschanträge bei den Google-Suchergebnissen, müssen Nutzer eine Kopie ihres Lichtbildausweises beifügen. Datenschützer kritisieren dieses Vorgehen.

Google hat in dieser Woche auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs reagiert, das den Suchmaschinen-Nutzern ein „Recht auf Vergessen einräumt“. Demnach können Google-Kunden in besonderen Fällen die Löschung bestimmter Einträge verlangen, wenn damit beispielsweise ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Ein entsprechendes Antragsformular hat Google nun in Europa zugänglich gemacht. Darin muss neben persönlichen Daten auch der Grund für die Anfrage angegeben werden. Um Missbrauch zu vermeiden, ist außerdem der Upload einer Kopie des „gültigen Führerscheins, Personalausweises oder eines anderen gültigen Lichtbildausweises“ nötig.

Google veröffentlicht Lösch-Formular für Suchmaschinen-Treffer

Genau dieser Punkt lässt jedoch bei den Datenschützern die Alarmglocken schellen. Laut dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar sei es nicht-öffentlichen Stellen gar nicht erlaubt, Personalausweise automatisiert zu speichern. Diese Regelung sei im Personalausweisgesetz verankert. Caspar fordert, dass Google unverzüglich nachbessert. Weitere fragwürdige Punkte sollen laut Caspar in der nächsten Woche bei einem Treffen der Datenschützer geklärt werden.

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