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Kritik

Facebook-Nutzer wehren sich gegen Chronik-Zwang

27.01.2012 | 17:28 Uhr |

Der Zwang zur Verwendung der neuen Facebook-Chronis stößt bei Nutzern und Datenschützern gleichermaßen auf Kritik.

Facebook   möchte die in den USA Timeline genannte Chronik schon bald zur Pflicht  für alle Nutzerprofile machen. In der neuen Übersicht werden die wichtigsten Ereignisse von der Geburt an dargestellt. Zwar gibt es Möglichkeiten, um bestimmte Beiträge zu entfernen oder unsichtbar zu machen, trotzdem wehren sich Datenschützer und auch viele Nutzer gegen die Verpflichtung zur Timeline-Nutzung.

Die Gegenwehr formiert sich direkt im sozialen Netzwerk. Bereits jetzt gibt es dutzende Protest-Gruppen wie „Die Timeline kommt….ich gehe!“, „I hate Timeline“ oder „FB Timeline Sucks“. Letztere hat bereits 14.000 Fans und ruft zum Boykott der geplanten Umstellung auf.

Auch die Datenschützer empfinden die Pläne von Facebook als unrechtmäßig. Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter von Schleswig Holstein, sieht die Chronik-Pflicht als ultradreist an. Facebook hätte sich selbst dazu verpflichtet, eine Änderung der Profileinstellung von der Einwilligung der Nutzer abhängig zu machen. Diese Zustimmung würde hier jedoch fehlen.

Ratgeber Sicherheit: Vier Tipps um Facebook sicher zu nutzen

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sowie die das Bundesverbraucherschutzministerium von Ministerin Ilse Aigner sprechen sich ebenfalls gegen den Timeline-Zwang aus und befürchten einen gläsernen Bürger.

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