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Qimonda hofft auf Geld vom Staat

18.11.2008 | 13:05 Uhr |

Qimonda kämpft ums Überleben. Und hofft nun auf Hilfe vom Freistaat Sachsen. Mit Steuergeldern soll der angeschlagene Chip-Hersteller vor dem Zusammenbruch gerettet werden.

Wie die Financial Times Deutschland berichtet , verhandelt Qimonda derzeit mit dem sächsischen Wirtschaftsministerium. Dabei soll es um eine Finanzhilfe in Höhe von 300 Millionen Euro gehen. Laut FTD könnte Qimonda das Geld "in Form von Krediten, Bürgschaften oder einer Beteiligung" des Landes Sachsen an dem Unternehmen erhalten.

Qimonda hat sich nicht ohne Grund den Freistaat als Retter ausgesucht. Immerhin arbeiten in Dresden 3000 Menschen bei Qimonda. Durch den Verfall der Preise für Speicherchips ist die Infineon-Tochter in eine ernste, wenn nicht sogar existenzbedrohende Krise geraten. Die Betriebsräte von Qimonda sehen jedenfalls den Fortbestand des Unternehmens gefährdet.

Weder von den Banken noch von Infineon kann Qimonda auf finanzielle Hilfe hoffen. Bleibt also nur der Staat als Rettungsanker. Somit müsste Qimonda ähnlich mit Steuergeldern gerettet werden, wie es bald anscheinend bei Opel und bei einigen angeschlagenen Bankkäusern der Fall sein dürfte. Sollte der Freistaat Sachsen tatsächlich Qimonda zu Hilfe kommen, so müssen allerdings dem die EU-Wettbewerbshüter zustimmen.

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