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Düsterer Ausblick bei Sony

22.01.2009 | 16:13 Uhr |

Immer mehr Unternehmen müssen im Zeichen der Finanzkrise ihre Umsatz- und Gewinnprognosen der aktuellen Situation anpassen, darunter nun auch Sony. So wurden die Umsatzerwartungen um 14 Prozent gesenkt und statt einem Gewinn rechnet man nun mit einem dicken Minus.

Sony hat am Donnerstag seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr um 14 Prozent auf 7,7 Trillionen Yen (rund 67,6 Milliarden Euro) gesenkt. Und an Stelle eines Gewinns in Höhe von 150 Milliarden Yen ( 1,3 Milliarden Euro) erwartet der Konzern nun einen Verlust in gleicher Höhe.

Sony leidet - wie viele andere High-Tech-Unternehmen - derzeit an der Rezession in vielen Schlüsselmärkten, schwacher Nachfrage und dem starken Yen, der die Exporte verteuert. Den Ernst der Lage verdeutlichte dabei die Tatsache, dass Howard Stringer, CEO von Sony, bei der Finanz-Konferenz auftrat. Das letzte Mal, dass er bei einer solchen Veranstaltung persönlich teilnahm, liegt schon vier Jahre zurück. Stringer zeigte sich kämpferisch: "Wir werden und wollen diese Situation meistern, aber es wird nicht einfach werden."

Im Zuge der wirtschaftlichen Abkühlung wurden auch die Verkaufsprognosen für einzelne Produktgruppen reduziert. So erwartet Sony nun, dass im laufenden Jahr 15 Millionen Bravia-TVs abgesetzt werden (zuvor 16 Millionen), 21,5 Millionen Cybershot-Kameras (24 Millionen), 5,8 Millionen Vaio-PCs (6,8 Millionen) und 15 Millionen PSPs (16 Millionen). Unverändert blieb die Zahl lediglich bei der Playstation 3 , diese soll weiterhin in diesem Jahr 10 Millionen Mal verkauft werden.

Im Kampf gegen das widrige Marktumfeld will Sony nun den Umstieg in die Netzwerk-Ära beschleunigen. Im vergangenen Jahr erklärte Sony bereits, bis März 2011 90 Prozent seiner Produkte netzwerkfähig machen zu wollen, dieser Prozess soll nun in bestimmten Bereichen beschleunigt werden. Darüber hinaus will der Konzern künftig schneller neue Produkte entwickeln und seine Innovationsfähigkeit ausbauen. Sony soll wieder zu einem industriellen Maßstab werden und kein Nachfolger mit "mee-too"-Produkten.

Im vergangenen Monat kündigte der Konzern bereits Entlassungen an. So sollen 8000 Vollzeit- sowie weitere 8000 Teilzeit-Stellen wegfallen.

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